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Eintrag vom:
16.11.2010

Besuch in der Astrid-Lindgren-Schule

Ein Besuch in der Astrid-Lindgren-Schule


Donnerstag Vormittag kurz vor 10 Uhr auf dem Schulhof: Toben und Kreischen wie in jeder Schule in der großen Pause.

Ich besuche die Astrid-Lindgren-Schule, Förderschule mit dem Schwerpunkt Sprache. Frau Timmermann, die Schulleiterin, begrüßt mich und leitet mich an Frau Eiba, Konrektorin, weiter. Bei Frau Eiba darf ich in einer dritten Klasse im Deutschunterricht hospitieren.

Die Kinder stellen sich vor, und es fällt auf, dass alle Anderen mucksmäuschenstill sind, wenn einer spricht.
Der Unterricht wird von einem Smart-Board unterstützt, auf dem Stichworte gesammelt werden.


Sprachtherapeutische Aspekte sind in die Unterrichtssprache eingebaut. Frau Eiba, die Lehrerin, und die Schüler wenden Sprachtherapie im laufenden Unterricht an. Dies ist der so genannte

. Ich finde es bewundernswert, wie die Lehrer die individuellen sprachtherapeutischen Aspekte und gleichzeitig die fähigkeitsbezogene Lernausgangslage jedes einzelnen Schülers berücksichtigen.

Im anschließenden Gespräch mit der Schulleitung erfahre ich, daß die Kinder die Möglichkeit haben, gemeinsam mit GGS-Schülern der Ludwig-Richter-Schule die Offene Ganztagsschule zu besuchen. Auch hier gibt es leider eine wesentlich größere Nachfrage als angebotene OGS-Plätze.

Das Ziel der Unterrichtsarbeit ist es, den Schülern einen erfolgreichen Übergang in allgemeine Schulen zu ermöglichen. Häufig beginnen die Schüler in der Eingangsklasse der Astrid-Lindgren-Schule und werden dann, je nach individueller Entwicklung im sozialen und sprachlichen Bereich, an eine Regelschule übergeben.


Mit dieser Methode ergibt sich eine hohe Rückschulungsquote aus dem Förderschulbereich. Es ist zu überlegen, ob die anstehenden Inklusionsvorhaben - bei allen Vorteilen - für die Kinder ähnlich erfolgreich sein können. Es fällt schwer, sich in allgemeinen Schulen einen Unterricht mit vielleicht 20 Kindern fast ohne Nebengeräusche vorzustellen. Dies ist aber notwendig, um bei Sprachverarbeitungsstörungen sinnvoll zu kommunizieren.

Leider sind noch keine Zahlen verfügbar, die eine Rückschulungsquote aus dem Gemeinsamen Unterricht mit dem Besuch einer speziellen Förderschule vergleichbar macht. Für betroffene Eltern können deshalb Vor- und Nachteile beim Abwägen für oder gegen den Besuch einer GU-Klasse oder einer Förderschule schlecht sichtbar gemacht werden.

Seit mehreren Jahren wird solch ein Kennenlerntag für die Kindergärten angeboten. Zukünftig ist ein Kennenlerntag auch für LehrerInnen aus Regelschulen gedacht. Interessierte Lehrer, die sich mit GU oder Unterrichtsmöglichkeiten in Förderschulen befassen, soll damit eine Kontaktmöglichkeit gegeben werden.


Ich halte diese Form von Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen für sehr erstrebenswert!

Ich bedanke mich bei Frau Timmmermann und Frau Eiba. Sie haben sich für meine neugierigen Fragen viel Zeit genommen. Es hat mich sehr gefreut, die Astrid-Lindgren-Schule kennenzulernen und ich bin beeindruckt von den Fähigkeiten und dem Einsatz der Lehrerinnen und Lehrer.

Christine Zwilling

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Geschrieben von Administrator am 16.11.2010


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