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Die aktuellen Einträge der letzten beiden Monate der Gruppe Grundschule


Was kommt nach der Grundschule für mein Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf?

Alle Einträge aus der Kategorie: grundschule/Themen/Aktuelles

Am Ende der Grundschulzeit stellt sich für die Eltern mit Kindern von sonderpädagogischer Unterstützung die Frage, soll ihr Kind eine allgemeine Schule mit Gemeinsamen Lernen (GL) besuchen und falls ja, welche Schulform soll gewählt werden. Eine Alternative zum GL wäre der Besuch einer Förderschule.
In diesem Beitrag soll es nicht darum gehen, die Vor- und Nachteile Gemeinsames Lernen oder Pro- und Contra Förderschule zu erörtern. Es sollen vielmehr Informationen dargestellt werden, welche den Eltern bei ihrer Entscheidung helfen sollen.

Ziel aller Eltern von Kindern mit und ohne sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf ist es

Seit der letzten Änderung des Schulgesetzes (9. Schulrechtsänderung, 2013) wird das Gemeinsame Lernen (GL) in den Vordergrund gestellt. Kernpunkte der Änderung sind:

Insbesondere für die Förderschwerpunkte Lernen, emotionale und soziale Entwicklung und Sprache (LES) gibt es weitere zusätzliche Bestimmungen.

Gemeinsames Lernen an Bonner Schulen

In Bonn ist in den letzten Jahren eine anwachsende Anzahl von Anmeldungen an allgemeinen Schulen im GL zu beobachten. Insbesondere die Gesamtschulen sind stark nachgefragt und somit ist leider dort auch mit einer hohen Anzahl von Ablehnungen zu rechnen.

Damit das Gemeinsame Lernen zu einem Erfolg wird, gibt es Gelingenheitsbedingungen:

Auf Grund der vorgegebenen Richtgrößen der Klassen im GL (Hauptschule 25 Schüler und Schülerinnen ( SuS), Realschule und Gesamtschule 27 SuS) sind die Klassen recht groß und es werden in der Regel bis zu 6 Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf pro Klasse aufgenommen.  Im Gegensatz dazu sind an einer Förderschulen maximal 12 SuS in einer Klasse.

Die Stadt Bonn möchte die Anzahl der GL-Plätze auf rechnerisch 3 SuS mit sonderpädagogische Unterstützungsbedarf pro Parallelklasse begrenzen. Was heißt das?
Beispiel 6 Klassen pro Jahrgang an einer Gesamtschule.
3 SuS mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf ergibt 6 x 3 SuS = 18 Schüler pro Jahrgang.
Diese 18 Schüler werden in der Regel auf 3 GL Klassen verteilt, die restlichen 3 Klassen sind mit regulären Schülern besetzt.
Die GL Klassen haben in der Regel etwas weniger Schüler, die regulären Klassen entsprechend mehr, so dass im Schnitt 27 bis 28 Schüler pro Klasse erreicht werden.
Es gibt an den verschiedenen Schulen aber auch das Modelle: verteilen der Kinder mit sonderpädagogischem Förderdarf gleichäßig
über alle Klassen einer Jahrgangsstufe. Sie müssen deswegen entsprechend nachfragen.       
Gibt es Sozialarbeiter oder Sozialpädagogen an der Schule und falls ja, wie viele Stunden stehen
zur Verfügung?
Kann ich einmal im Unterricht zuschauen?
Wird in den Leistungsanforderungen differenziert?
Wie erfolgt die Leistungsbewertung?
Gibt es ein Förderkonzept in der Schule / im Schulprogramm?
Wie kommt das Kind in die Schule (Barrierefreiheit)?
Gibt es eine Assistenz?
Welche Fachdienste sind beteiligt?                                                                                                                                                                                                                               
Wie wird der Übergang zur weiterführenden Schule gestaltet?
Wie wird der/die Jugendliche auf den Übergang in die Berufsschule oder auf das Arbeitsleben vorbereitet?
                                   
Gymnasium und Inklusion
Drei Gymnasien in Bonn bieten Gemeinsames Lernen/Inklusion an. Es sind das Ernst-Moritz-Arndt-, Friedrich-Ebert- und Helmholtz-Gymnasium.
Für das nächste Schuljahr sind Veränderungen zu erwarten. Die neue Landesregierung will zum Schuljahr 2019/20 G9 an Gymnasien einführen.
Geplantes Vorgehen der Landesregierung.
Alle Gymnasien werden G9 Gymnasien, außer sie bestimmen in der Schulkonferenz, ob das Gymnasium bei G8 bleiben will.
Es sollen der Schülerjahrgen 2018/2019 (dann 6. Klasse) sowie der neue Jahrgang 2019/2020 auf G9 umgestellt werden.
Somit ist dieser zur Einschulung anstehende Jahrgang von der Regelung mit eingeschlossen.
Die inhaltliche Ausgestaltung von G9 steht noch nicht fest. Fragen wie Stundentafeln, Ergänzungsstunden zum Fördern und Fordern, Beginn der zweiten Fremdsprache sind noch nicht geklärt under werden erst im nächsten Jahr festgelegt.
Die Umstellung auf G9 wird dazu führen, dass die Sek I für alle Schulformen dann wieder 6 Schuljahre umfassen soll.
Das strukturelle Problem untert G8: Ende der Sek I nach Klasse 9 und was ist dann? ist damit beseitigt.
In der folgenden Grafik ist die aktuelle Struktur der Schulformen dargestellt.

                                                                                                                               


Wie verläuft das Anmeldeverfahren für Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf?

Wchtig ist hier zu unterscheiden zwischen

Die privaten Schulen haben ihr eigenes Aufnahme-Verfahren, welches zeitlich an die erste Phase der Anmeldung gekoppelt ist.
Der Anmeldeschein kann in der ersten Phase aber nur an einer Schule, privat Schule oder Gesamtschule, abgegeben werden.
Es muss somit eine Entscheidung zwischen privater Schule und Gesamtschule getroffen werden.
Aus diesem Grund ist ein Beratungsgespräch mit der in Betracht gezogenen privaten Schule unbedingt notwendig.

Geschrieben von um am 28.09.2017 um 02:29:39




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