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Eintrag vom:
28.03.2012

Die Kinder hören einen Satz und schreiben: ‘Die Schulä fenkt an.

Von Harald Martenstein

Veröffentlichung ZEIT ONLINE Schule 24.11.2011

Manchmal sagen Leute: Ach, wissen Sie, ich würde auch gerne schreiben – kann man das lernen? Natürlich. Ich habe auf die folgende Weise schreiben gelernt. Eine bezaubernde junge Frau, die mir riesengroß vorkam, betrat das Zimmer, in dem ich saß. Sie lächelte mich an, ging zu einer Tafel, sie schrieb das Wort »Hans« und das Wort »Lotte« an die Wand. Dann erklärte sie mir, welcher Buchstabe welchem Laut entspricht. So habe ich schreiben gelernt. Buchstabe für Buchstabe, mit Fibel. Ich war überrascht, als ich in der Zeitung las, wie Kinder heutzutage das Schreiben lernen.

Die Kinder kriegen eine »Anlauttabelle«. Man erklärt ihnen, welcher Laut welchem Buchstaben entspricht. Dann sollen sie loslegen. Sie hören einen Satz, gucken in ihrer Tabelle nach und schreiben: »Die Schulä fenkt an.« Schon nach ein paar Wochen können sie halbe Romane schreiben, besser gesagt, halbä Roh Manne. Der Lehrer darf sie nicht korrigieren. Das würde den Kindern, heißt es, seelischen Schaden zufügen und sie demotivieren. Die Methode »Lesen durch Schreiben« ist eine Erfindung des Reformpädagogen Jürgen Reichen, sie setzt sich immer mehr durch. In der Zeitung stand auch, dass Eltern verwirrt sind. Ihr Kind schreibt »Di Bollitzei isst da« und fragt, ob das richtig geschrieben sei. Was sollen die Eltern dem Kind antworten? Beim Elternabend wird ihnen gesagt, dass sie so tun sollen, als sei alles richtig. Falls sie damit ein Problem haben, sollen sie »ausweichend antworten«. Die Eltern können sagen: »Richtig, falsch, das sind relative Begriffe. Alles nur gesellschaftliche Konvention.« Oder: »Was richtig war und was falsch, zeigte sich oft erst nach Jahrzehnten.«

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Geschrieben von Administrator am 28.03.2012


Eintrag vom:
23.11.2008

Hilfe, ich komme in die 5. Klasse…

Viele Reformen haben die Schullandschaft in den letzten Jahren erheblich verändert, viele Veränderungen stehen noch bevor. Leider sind zahlreiche Neuerungen nicht so ausgereift, dass alle Beteiligten zufrieden sind. Ein „Sorgenkind“, verstärkt durch „G 8“, stellt der Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule dar.
Immer mehr Kinder, Eltern aber auch Lehrer-/innen bestätigen, dass der Wechsel einem „Kulturschock“ gleichkommt. Die Zahl der Unterrichtsstunden, die Fächervielfalt an einem
7-Stunden-Tag, zu kurze Erholungszeiten aber auch der Rückschritt zu „alten“ Lehrmethoden, darüber klagen Kinder und Eltern. Zu unterschiedliche Lernstände und fehlendes Grundhandwerkszeug, wie Schrift, Heftführung, Hausaufgabenerledigung etc., erschweren nach Meinung der Lehrer/-innen häufig den Unterricht.

Die Stadtschulpflegschaft Bonn sieht einen erheblichen Handlungsbedarf in diesem Bereich. Daher hat sich in der SSP-Gruppe Grundschulen eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich gezielt mit dieser Thematik beschäftigt. Im Mittelpunkt steht die Frage:

Wie kann der Übergang von der Grund- zur weiterführenden Schule für Schulkinder in Bonn verbessert werden?

Die Lösung liegt auf der Hand: Durch Kommunikation und direkten Austausch. Das heißt: Grund- und weiterführende Schulen müssen sich regelmäßig an einen Tisch setzen, um die Anforderungen, die an einen Grundschüler nach der 4. Klasse gestellt werden, abgleichen zu können.

An einem solchen Kommunikations- und Informationsaustausch unter den Schulen arbeitet bereits das Projekt „Lernbiografie ohne Brüche“ (LoB), das vom Schulamt Bonn ins Leben gerufen wurde.

Lernbiografie ohne Brüche (LoB)

„Lernbiografie ohne Brüche“ (LoB) hat seinen Ursprung im Modellprojekt “Selbstständige Schule”, das im Sommer 2008 planmäßig abgeschlossen wurde. Im Regionalen Bildungsbüro des Schulamts der Stadt Bonn wird das Projekt LoB aktiv weiterentwickelt und seit zwei Jahren in einer Pilotphase zunächst im Rahmen einer Regionalkonferenz Bad Godesberg intensiviert.

Durch LoB wurde ein Forum geschaffen, in dem sich Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen von der Grundschule über die weiterführenden Schulen bis zum Berufskolleg regelmäßig austauschen können. Gemeinsames Ziel aller Beteiligten ist es, die (Schul-) Übergänge zu gestalten und zu optimieren. Hierzu wurden verschiedene Arbeitsteams mit den Teilnehmern gebildet.

Das Projekt beschäftigt sich momentan insbesondere mit Fragen des Übergangs von der Grundschule in die weiterführende Schule. Das Ziel ist, durch die Schaffung eines Forums für alle Bad Godesberger Schulen, eine gemeinsame Kommunikationsplattform zum gegenseitigen Austausch und zur Erörterung konkreter Themen aufzubauen und dadurch Schülern, Lehrern und Eltern einen Übergang „ohne Brüche“ in die weiterführende Schule zu ermöglichen.

Die bisher organisierten wechselseitigen Unterrichtsbesuchsmöglichkeiten zum Beispiel für Kolleginnen und Kollegen der verschiedenen Schulformen waren sehr erfolgreich. Zu den LoB-Projektsitzungen wurden und werden weiterhin alle Bad Godesberger Schulen eingeladen. Die schrittweise Ausdehnung des Projektes auf alle Bonner Schulen wird vorbereitet.


Was macht nun die SSP-Arbeitsgruppe?

Als wesentliche Aufgabe möchte die Arbeitsgruppe in der SSP eine Brücke zwischen dem vorhandenen Projekt LoB sowie der Elternschaft bilden. Zudem soll das Projekt an den Schulen nachgefragt und gefördert werden. Dahingehend ist es geplant, zunächst den Kontakt zu dem bereits laufenden LoB-Projekt der Stadt Bonn herzustellen und zu intensivieren. Außerdem sollem Eltern der Bonner Schulen über LoB informiert und Erfahrungen und Meinungen zu diesem Thema gesammelt werden.

Wie können alle Eltern das Projekt unterstützen?

Teilen Sie uns Ihre Erfahrungen mit und fragen Sie an Ihren (zukünftigen) Schulen nach, ob ein Austausch mit den weiterführenden Schulen stattfindet und in welcher Form. Gibt es konzeptionelle Ansätze, die über einen reinen Informationsaustausch hinausgehen? Wenn ja, welche Umsetzungserfolge wurden erzielt?

Verweisen Sie auf das LoB-Projekt im Schulamt der Stadt Bonn und äußern Sie Ihre Meinung bezüglich der Wichtigkeit eines solchen Arbeitskreises auch für die Schullaufbahn Ihres/r Kindes/r….!

Langfristig können wir nur gemeinsam etwas bewegen!!

Haben Sie noch weitere Fragen zu LoB? Schreiben Sie uns Ihre Meinung und Erfahrungen zum Thema „Lernbiografie ohne Brüche“. Ansprechpartner: 

Stefanie Höbbel
Stellv. Vors. SSP-Gruppe Grundschulen


Bundesstadt Bonn, Schulamt / Regionales Bildungsbüro

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Nähere Informationen finden Sie zudem im Flyer des Bildungsbüros: Flyer des Regionalen Bildungsbüros [pdf 63KB]

Geschrieben von Administrator am 23.11.2008


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