Stadtschulpflegschaft Bonn

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Eintrag vom:
21.09.2015

Was kommt nach der Grundschule für mein Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf

Am Ende der Grundschulzeit stellt sich für die Eltern mit Kindern von sonderpädagogischer Unterstützung die Frage, soll ihr Kind eine allgemeine Schule mit Gemeinsamen Lernen (GL) besuchen und falls ja, welche Schulform soll gewählt werden. Eine Alternative zum GL wäre der Besuch einer Förderschule.
In diesem Beitrag soll es nicht darum gehen, die Vor- und Nachteile Gemeinsames Lernen oder Pro- und Contra Förderschule zu erörtern. Es sollen vielmehr Informationen dargestellt werden, welche den Eltern bei ihrer Entscheidung helfen sollen.

Ziel aller Eltern von Kindern mit und ohne sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf ist es

  • die bestmögliche Schule für Ihre Kinder zu finden
  • einen Bildungsabschluss ab Hauptschulniveau zu ermöglichen
  • gute Chancen für die spätere Berufsausausbildung und auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen

Seit der letzten Änderung des Schulgesetzes (9. Schulrechtsänderung, 2013) wird das Gemeinsame Lernen (GL) in den Vordergrund gestellt. Kernpunkte der Änderung sind:

  • allgemeine Schule sind der Regelförderort für alle Schüler
  • Es gibt in der Regel ein Wahlrecht der Eltern zwischen allgemeiner Schule und Förderschule

Insbesondere für die Förderschwerpunkte Lernen, emotionale und soziale Entwicklung und Sprache (LES) gibt es weitere zusätzliche Bestimmungen.

Gemeinsames Lernen an Bonner Schulen

In Bonn ist in den letzten Jahren eine anwachsende Anzahl von Anmeldungen an allgemeinen Schulen im GL zu beobachten. Insbesondere die Gesamtschulen sind stark nachgefragt und somit ist leider dort auch mit einer hohen Anzahl von Ablehnungen zu rechnen.

Damit das Gemeinsame Lernen zu einem Erfolg wird, gibt es Gelingenheitsbedingungen:

  • Kleine Klassen
  • Wenige Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf in einer Klasse
  • Weitestgehende Doppelbesetzung mit Lehrkräften
  • Reguläre Lehrer haben eine entsprechende sonderpädagogische Zusatzausbildung
  • Ausreichendes Lernmaterial für die verschiedenen Lernschwerpunkte

Auf Grund der vorgegebenen Richtgrößen der Klassen im GL (Hauptschule 25 Schüler und Schülerinnen ( SuS), Realschule und Gesamtschule 27 SuS) sind die Klassen recht groß und es werden in der Regel bis zu 6 Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf pro Klasse aufgenommen.  Im Gegensatz dazu sind an einer Förderschulen maximal 12 SuS in einer Klasse.

Die Stadt Bonn möchte die Anzahl der GL-Plätze auf rechnerisch 3 SuS mit sonderpädagogische Unterstützungsbedarf pro Parallelklasse begrenzen. Was heißt das?
Beispiel 6 Klassen pro Jahrgang an einer Gesamtschule.
3 SuS mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf ergibt 6 x 3 SuS = 18 Schüler pro Jahrgang.
Diese 18 Schüler werden in der Regel auf 3 GL Klassen verteilt, die restlichen 3 Klassen sind mit regulären Schülern besetzt.
Die GL Klassen haben in der Regel etwas weniger Schüler, die regulären Klassen entsprechend mehr, so dass im Schnitt 27 bis 28 Schüler pro Klasse erreicht werden.
Es gibt an den verschiedenen Schulen aber auch das Modelle: verteilen der Kinder mit sonderpädagogischem Förderdarf gleichäßig
über alle Klassen einer Jahrgangsstufe. Sie müssen deswegen entsprechend nachfragen.

Wie sahen die Anmeldezahlen in diesem Schuljahr aus?
In einem ersten Schritt wurden die Eltern nach der Wunsch-Schulform für Ihr befragt.
Die Kinder wurden nach intensiver Beratung und Gesprächen der Eltern mit der Schulaufsicht und Schulen anschließend auf die einzelnen Schulen verteilt.
In der folgenden Übersicht sind die Ergebnisse der Elternbefragung sowie die Anmeldezahlen zu Beginn des Schuljahres aufgegliedert nach Schuform dargestellt.


Unter diesen Rahmenbedingungen müssen sich die Eltern von Kindern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf entscheiden zwischen Gemeinsamen Lernen an allgemeinen Schulen und Förderschulen.

Informationen zu Schulen im Gemeinsamen Lernen(GL)/Inklusion
Auf der Homepage der Stadt Bonn gibt es ausführliche Informationen zu den GL-Schulen, Anmeldeverfahren und finanzielle Unterstützung.
Link zur Homepage Stadt Bonn

Was ist die „richtige“  Schule/Schulform für mein Kind?
Dies ist eine schwierige Frage, auf die es keine allgemeingültige Antwort gibt. Jedes Kind ist anders und aus diesem Grund bedarf es entsprechende Beratungsgespräche an den Grundschulen und an den Sekundarstufe I Schulen. Auch Hospitationen an einzelnen Schulen sollten durchgeführt werden.
Förderschulen sind auch ein guter Lernort und die Eltern sollten sich selber ein Bild machen. Danach kann dann entschieden werden.

Für die Gespräche zwischen Eltern und den weiterführenden Schulen soll folgender Fragenkatalog helfen. Der Katalog ist sicherlich nicht vollständig, aber er kann als Ausgangspunkt für weitere, individuelle Fragen dienen.

Fragen von Eltern an Schule (GL oder Förderschulen)

Welche Erfahrungen gibt es an der Schule mit Gemeinsamem Unterricht?
Seit wieviel Jahren bietet die Schule GL an?
Gibt eine Doppelbesetzung an Lehrern/Förderpädagogen in den Klassen?
Wieviel Stunden Doppelbesetzung gibt es in der GL Klasse?
Haben die regulären Lehrer eine sonderpädagogische Zusatz-Ausbildung?
Gibt es in anderen Klassen der Schule Kinder mit besonderem Unterstützungs¬bedarf?
Wird ein Nachteilsausgleich gewährt?
Wird mit anderen Gl-Schulen oder Förderschulen zusammengearbeitet?

Wird beim Übergang Grundschule – Sek I mit den LehrerenInnen der Grundschule Rücksprache genommen und beraten?
Wie viele Schüler sind in einer Klasse?
Wie ist die Ausstattung mit Lernmaterial für die verschiedenen Förderschwerpunkte?
Gibt es Differenzierungs- und Kleingruppenräume?
Gibt es Ruheräume?
Sind entsprechende sanitäre Einrichtungen vorhanden?
Gibt es Therapieräume und Therapieangebote?
Gibt es Sozialarbeiter oder Sozialpädagogen an der Schule und falls ja, wie viele Stunden stehen
zur Verfügung?
Kann ich einmal im Unterricht zuschauen?
Wird in den Leistungsanforderungen differenziert?
Wie erfolgt die Leistungsbewertung?
Gibt es ein Förderkonzept in der Schule / im Schulprogramm?
Wie kommt das Kind in die Schule (Barrierefreiheit)?
Gibt es eine Assistenz?
Welche Fachdienste sind beteiligt?
Wie wird der Übergang zur weiterführenden Schule gestaltet?
Wie wird der/die Jugendliche auf den Übergang in die Berufsschule oder auf das Arbeitsleben vorbereitet?

Gymnasium und Inklusion
Zum nächsten Schuljahr bieten drei Gymnasien in Bonn Gemeinsames Lernen/Inklusion an. Es sind das Ernst-Moritz-Arndt-, Friedrich-Ebert- und Helmholtz-Gymnasium.
Bei der Wahl der Schulform Gymnasium sind grundsätzlich folgende strukturelle Probleme zu beachten:

  • Möchten Sie Ihr Kind 5 Jahre (Gymnasium) oder 6 Jahre (Haupt-, Real- und Gesamtschule) in der Sekundarstufe I inklusiv beschulen lassen? Im Gymnasium wird nach der 9. Klasse der Klassenverband aufgelöst und die Jugendlichen wechseln in die Einführungsphase der Oberstufe. Dort wird der Unterricht nur noch in Kursen unterrichtet und umfasst in der Regel 34 Wochenstunden.
  • Am Gymnasium kann in der Sekundarstufe I (9. Schujahr) nur der Hauptschulabschluss erworben werden. Die weiteren Abschlüsse -Hauptschulabschluss nach der Klasse 10 - Mittlerer Abschluss (Fachoberschulereife) können nur nach der Einführungsphase (10 Klasse/Oberstufe) erworben werden. Gegebenfalls wäre ein Wechsel an ein Berufskolleg angebracht..



Wie verläuft das Anmeldeverfahren für Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf?

Wchtig ist hier zu unterscheiden zwischen

  • - privaten Schulen
  • - städtischen Schulen

Die privaten Schulen haben ihr eigenes Aufnahme-Verfahren, welches zeitlich an die erste Phase der Anmeldung gekoppelt ist.
Der Anmeldeschein kann in der ersten Phase aber nur an einer Schule, privat Schule oder Gesamtschule, abgegeben werden.
Es muss somit eine Entscheidung zwischen privater Schule und Gesamtschule getroffen werden.
Aus diesem Grund ist ein Beratungsgespräch mit der in Betracht gezogenen privaten Schule unbedingt notwendig.
Im Folgenden wird eine schematische Darstellung der vorbereitenden Schritte sowie des Anmeldeverfahrens vorgestellt.



 

Geschrieben von um am 21.09.2015


Eintrag vom:
03.11.2014

Was kommt nach der Grundschule für mein Kind mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf?

Am Ende der Grundschulzeit stellt sich für die Eltern mit Kindern von sonderpädagogischer Unterstützung die Frage, soll ihr Kind eine allgemeine Schule mit Gemeinsamen Lernen (GL) besuchen und falls ja, welche Schulform soll gewählt werden. Eine Alternative zum GL wäre der Besuch einer Förderschule.
In diesem Beitrag soll es nicht darum gehen, die Vor- und Nachteile Gemeinsames Lernen oder Pro- und Contra Förderschule zu erörtern. Es sollen vielmehr Informationen dargestellt werden, welche den Eltern bei ihrer Entscheidung helfen sollen.

Ziel aller Eltern von Kindern mit und ohne sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf ist es

  • die bestmögliche Schule für Ihre Kinder zu finden
  • einen Bildungsabschluss ab Hauptschulniveau zu ermöglichen
  • gute Chancen für die spätere Berufsausausbildung und auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen

Seit der letzten Änderung des Schulgesetzes (9. Schulrechtsänderung, 2013) wird das Gemeinsame Lernen (GL) in den Vordergrund gestellt. Kernpunkte der Änderung sind:

  • allgemeine Schule sind der Regelförderort für alle Schüler
  • Es gibt in der Regel ein Wahlrecht der Eltern zwischen allgemeiner Schule und Förderschule

Insbesondere für die Förderschwerpunkte Lernen, emotionale und soziale Entwicklung und Sprache (LES) gibt es weitere zusätzliche Bestimmungen.

Gemeinsames Lernen an Bonner Schulen

In Bonn ist in den letzten Jahren eine anwachsende Anzahl von Anmeldungen an allgemeinen Schulen im GL zu beobachten. Insbesondere die Gesamtschulen sind stark nachgefragt und somit ist leider dort auch mit einer hohen Anzahl von Ablehnungen zu rechnen.

Schülerzahle im GL

Damit das Gemeinsame Lernen zu einem Erfolg wird, gibt es Gelingenheitsbedingungen:

  • Kleine Klassen
  • Wenige Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf in einer Klasse
  • Weitestgehende Doppelbesetzung mit Lehrkräften
  • Reguläre Lehrer haben eine entsprechende sonderpädagogische Zusatzausbildung
  • Ausreichendes Lernmaterial für die verschiedenen Lernschwerpunkte

Auf Grund der vorgegebenen Richtgrößen der Klassen im GL (Hauptschule 25 Schüler und Schülerinnen ( SuS), Realschule und Gesamtschule 27 SuS) sind die Klassen recht groß und es werden in der Regel bis zu 6 Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf pro Klasse aufgenommen.  Im Gegensatz dazu sind an einer Förderschulen maximal 12 SuS in einer Klasse.

Die Stadt Bonn möchte die Anzahl der GL-Plätze auf rechnerisch 2 SuS mit sonderpädagogische Unterstützungsbedarf pro Parallelklasse begrenzen. Was heißt das?
Beispiel 6 Klassen pro Jahrgang an einer Gesamtschule.
2 SuS mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf ergibt 6 x 2 SuS = 12 Schüler pro Jahrgang.
Diese 12 Schüler werden in der Regel auf 2 GL Klassen verteilt, die restlichen 4 Klassen sind mit regulären Schülern besetzt.
Die GL Klassen haben in der Regel etwas weniger Schüler, die regulären Klassen entsprechend mehr, so dass im Schnitt 27 bis 28 Schüler pro Klasse erreicht werden.

Auf Grund der starken Nachfrage nach GL Plätzen wurde aber in diesem Schuljahr mehr Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf zugewiesen. (z.B. 15 SuS anstatt 12). Für das Schuljahr 2015/16 rechnet das Schulamt mit durchschnittlich bis zu 3 GL Kindern pro Parallelklasse. (Schulausschuss 21. 10.2014, Dokument 1412433)

Unter diesen Rahmenbedingungen müssen sich die Eltern von Kindern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf entscheiden zwischen Gemeinsamen Lernen an allgemeinen Schulen und Förderschulen.

Was ist die „richtige“  Schule/Schulform für mein Kind?
Dies ist eine schwierige Frage, auf die es keine allgemeingültige Antwort gibt. Jedes Kind ist anders und aus diesem Grund bedarf es entsprechende Beratungsgespräche an den Grundschulen und an den Sekundarstufe I Schulen. Auch Hospitationen an einzelnen Schulen sollten durchgeführt werden.
Förderschulen sind auch ein guter Lernort und die Eltern sollten sich selber ein Bild machen. Danach kann dann entschieden werden.

Für die Gespräche zwischen Eltern und den weiterführenden Schulen soll folgender Fragenkatalog helfen. Der Katalog ist sicherlich nicht vollständig, aber er kann als Ausgangspunkt für weitere, individuelle Fragen dienen.

Fragen von Eltern an Schule (GL oder Förderschulen)

Welche Erfahrungen gibt es an der Schule mit Gemeinsamem Unterricht?
Seit wieviel Jahren bietet die Schule GL an?
Gibt eine Doppelbesetzung an Lehrern/Förderpädagogen in den Klassen?
Wieviel Stunden Doppelbesetzung gibt es in der GL Klasse?
Haben die regulären Lehrer eine sonderpädagogische Zusatz-Ausbildung?
Gibt es in anderen Klassen der Schule Kinder mit besonderem Unterstützungs¬bedarf?
Wird ein Nachteilsausgleich gewährt?
Wird mit anderen Gl-Schulen oder Förderschulen zusammengearbeitet?

Wird beim Übergang Grundschule – Sek I mit den LehrerenInnen der Grundschule Rücksprache genommen und beraten?
Wie viele Schüler sind in einer Klasse?
Wie ist die Ausstattung mit Lernmaterial für die verschiedenen Förderschwerpunkte?
Gibt es Differenzierungs- und Kleingruppenräume?
Gibt es Ruheräume?
Sind entsprechende sanitäre Einrichtungen vorhanden?
Gibt es Therapieräume und Therapieangebote?
Gibt es Sozialarbeiter oder Sozialpädagogen an der Schule und falls ja, wie viele Stunden stehen
zur Verfügung?
Kann ich einmal im Unterricht zuschauen?
Wird in den Leistungsanforderungen differenziert?
Wie erfolgt die Leistungsbewertung?
Gibt es ein Förderkonzept in der Schule / im Schulprogramm?
Wie kommt das Kind in die Schule (Barrierefreiheit)?
Gibt es eine Assistenz?
Welche Fachdienste sind beteiligt?
Wie wird der Übergang zur weiterführenden Schule gestaltet?
Wie wird der/die Jugendliche auf den Übergang in die Berufsschule oder auf das Arbeitsleben vorbereitet?

Der Übergang von der Grundschule zur Sekundarstufe I für Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf: schematische Übersicht

Übergänge

Welche Schulen gibt es im Sek I Bereich mit GL

sek I

Förderschulen in Bonn mit geplanter Entwicklung der Standorte

Förderschulen 2015

Wie verläuft das Anmeldeverfahren für Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf?

Wchtig ist hier zu unterscheiden zwischen

  • - privaten Schulen
  • - städtischen Schulen

Die privaten Schulen haben ihr eigenes Aufnahme-Verfahren, welches zeitlich an die erste Phase der Anmeldung gekoppelt ist.
Der Anmeldeschein kann in der ersten Phase aber nur an einer Schule, privat Schule oder Gesamtschule, abgegeben werden.
Es muss somit eine Entscheidung zwischen privater Schule und Gesamtschule getroffen werden.
Aus diesem Grund ist ein Beratungsgespräch mit der in Betracht gezogenen privaten Schule unbedingt notwendig.
Im Folgenden wird eine schematische Darstellung der vorbereitenden Schritte sowie des Anmeldeverfahrens vorgestellt.

Vorbereitende Schritte


Anmeldeverfahren


Wie sieht die Situation in den 5er-Klassen an den allgemeinen Schulen mit Gemeinsamen Lernen der Stadt Bonn aus?

In der folgenden Tabelle ist aufgelistet,

  • welche GL Schulen es in Bonn im Schuljahr 2014/15 gibt
  • wie viele Kinder mit den entsprechenden Unterstützungsbedarfen an den Schulen aufgenommen wurden

Da die offizielle Schülerstatistik für dieses Schuljahr noch nicht erschienen ist, werden die vorläufigen Zahlen vom April 2014 präsentiert.

SuS im GL

Wie sieht die Situation in den 5er-Klassen an den Förderschulen der Stadt Bonn aus?

In der folgenden Tabelle ist aufgelistet,

  • welche Förderschulen es in Bonn im Schuljahr 2014/15 gibt (die Liste ist nicht vollständig)
  • wie viele Kinder mit den entsprechenden Unterstützungsbedarfen an den Schulen aufgenommen wurden (Schuljahr 2013/14)

Da die offizielle Schülerstatistik für dieses Schuljahr noch nicht erschienen ist, werden die Zahlen vom Schuljahr 2013/14 präsentiert.

Anmerkung: 
Die Stadt Bonn plant folgende Änderung:

  • die Gartenschule soll geschlossen werden und gleichzeitig soll dieser Standort als Teilstandort der Joseph-von Eichendorf Schule weitergeführt werden.
  • Die Johannes-Gutenberg-Schule soll geschlossen werden und gleichzeitig soll dieser Standort als Teilstandort der Siebengebirgs-Schule weitergeführt werden.

Es entstehen somit zwei größere Verbundschulen, welche die Förderschwerpunkt Lernen, emotionale und soziale Entwicklung sowie Sprache (LES) abdecken.

SuS Förderschulen

Geschrieben von um am 03.11.2014


Eintrag vom:
21.01.2013

Ketteler-Schule ist Preisträgerin des begehrten Jakob Muth-Preises 2012/13

70 Schulen aus ganz Deutschland haben sich beworben: Die Ketteler-Grundschule in Bonn, die Grundschule an der Trießnitz in Jena und die Offene Schule in Kassel, eine Gesamtschule, haben die Jury mit ihren ganzheitlichen Konzep­ten und Bildungserfolgen besonders überzeugt.

Alle drei Preisträger sind Ganztagsschulen, in denen feste Teams aus Fach- und Förderlehrern, Sozialpädagogen und Erziehern die jeweilige Lerngruppe über die gesamte Schul­zeit betreuen. Die Schulen setzen im Unterricht auf verschiedene Lernformen, -methoden und -ziele, um jedes Kind optimal in seiner Entwicklung zu begleiten.

Alle drei Preisträgerschulen begreifen sich als Lern- und Lebensraum, der viele über den Unter­richt hinausgehende Angebote macht – vom gemeinsamen Mittagessen über ein Blasorchester bis zur Zirkus-AG. Die Schulen kooperieren mit Logopäden, Ergotherapeuten und Sportvereinen und schaffen insgesamt ein Klima, in dem jedes Kind als eigene Persönlichkeit wertgeschätzt wird. In der Kettelerschule in Bonn trägt zur guten Atmosphäre auch ein ausgebildeter Schulhund bei. Der Erfolg ist messbar: Seit 2006, als die Schule den Weg zur inklusiven Schule einschlug und auf jahrgangsübergreifenden Unterricht umstellte, hat sich der Anteil der Schüler verdoppelt, die an­schließend aufs Gymnasium gehen. Der Anteil der Schüler, die auf eine Realschule wechseln, ist mittlerweile sogar fast drei Mal so hoch.

Während die Bonner Kettelerschule seit sieben und die Jenaer Grundschule seit elf Jahren die Entwicklung zur inklusiven Schule intensiv voranzutreiben, blickt die Kasseler Gesamtschule be­reits auf 20 Jahre gemeinsames Lernen zurück – mit Erfolg: Drei Viertel der Schüler schaffen mittlerweile nach der 10.Klasse den Übergang zur gymnasialen Oberstufe, zum beruflichen Gymnasium oder zur Fachoberschule, fast kein Schüler verlässt die Schule ohne Abschluss. Die Schule an der Trießnitz kann ebenfalls die Früchte ihrer erfolgreichen Arbeit ernten: so ebnet sie beispielsweise auch Förderschülern den Weg auf´s Gymnasium.

„Der Weg zur Inklusion braucht engagierte Kolle­gien, gut ausgebildete Lehr- und Fachkräfte, schlüssige Konzepte und auch Zeit“, sagte Jörg Drä­ger, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung. Er richtete den Appell an die Politik, Schulen die notwendige Unterstützung und Entwicklungsräume zu gewähren, um den Weg zum inklusiven Lernen ähnlich erfolgreich beschreiten zu können wie die Gewinner des Jakob Muth-Preises. Denn, so Dräger: „Inklusives Lernen braucht die Akzeptanz und das Vertrauen der Eltern – und das entsteht nur, wenn kein Schüler unter- oder überfordert ist. Bei der Inklusion ist Qualität wichti­ger als Geschwindigkeit.“ „Die Gewinner des Jakob Muth-Preises machen allen Schulen Mut, mehr Inklusion zu wagen“, sagte Hubert Hüppe, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen. Ute Erdsiek-Rave, Vorsitzende des Expertenkreises „Inklusive Bildung“ der Deutschen UNESCO-Kommission, betonte, dass die erfolgreiche Arbeit in vielen Schulen vor Ort einen unentbehrlichen Beitrag zur Umsetzung inklusiver Bildung in Deutschland leistet. „Denn es gibt noch viel zu tun, bis wir die Verpflichtungen der UN-Behindertenrechtskonvention erfüllen,“ so Erdsiek-Rave. Christian Rauschenfels, Vorstandsvorsitzender der Sinn-Stiftung, zeigte sich zufrieden, dass „immer mehr LebensLernOrte eine Kultur gelebter Inklusion erfahrbar machen – so wie es unsere Preisträger­schulen täglich leisten.

Geschrieben von Administrator am 21.01.2013


Eintrag vom:
19.03.2012

6 weitere Grundschulen sollen GU anbieten

In einer Beschlussvorlage benennt die Stadt Bonn als Schulträger 6 weitere Grundschulen die ab kommenden Sommer gemeinsamen Unterricht anbieten sollen. Folgende Schulen wurden von der Verwaltung ohne Rücksicht auf die Entscheidung der jeweiligen Schulkonferenzen ausgewählt:

  • KGS Bernhardschule und GGS Jahnschule (Stadtbezirk Bonn)
  • GGS Finkenhof und GGS Medinghoven (Stadtbezirk Hardtberg)
  • GGS Andreasschule und KGS Beethovenschule. (Stadtbezirk Bad Godesberg)

Zur Begründung heißt es:

...Bereits zum gegenwärtigen frühen Zeitpunkt des Anmeldeverfahrens ist abzusehen, dass die bestehenden GU-Kapazitäten an den Bonner Grundschulen zum Schuljahr 2012/2013 voraussichtlich nicht ausreichen werden.
Während im Stadtbezirk Beuel die Versorgung mit GU-Plätzen an Grundschulen aller Voraussicht nach auskömmlich sein wird, fehlen in den anderen Stadtgebieten GU-Standorte.

Sowohl in Bad-Godesberg als auch im Bonner Norden und im Hardtberg sind die vorhandenen GU-Schulen schon jetzt bis an den Rand ihrer Aufnahmekapazitäten ausgelastet. Zum laufenden Schuljahr 2011/2012 konnten Dank der Bereitschaft der jeweiligen Schulen an einzelnen Standorten Kinder im Rahmen der Einzelintegration an wohnortnahen Schulen aufgenommen worden. Mit diesem Vorgehen war aber in der Regel weder eine Reduzierung der Klassenstärke noch eine gesonderte sozialpädagogische Unterstützung verbunden.

Angesichts der sich abzeichnenden hohen Nachfrage nach GU-Plätzen im Regelschulsystem haben Schulaufsicht und Schulträger in einem gemeinsamen Abstimmungsprozess und unter Berücksichtigung zahlreicher Faktoren die Entscheidung getroffen, in einem ersten Schritt zum Schuljahr 2012/2013 zunächst die oben genannten Standorte zu GU-Schulen auszubauen, um dem sich abzeichnenden, drängenden aktuellen Bedarf gerecht werden zu können. In einem nächsten Schritt sollen weitere Standorte für den GU an Grundschulen zum Schuljahr 2013/2014 eingerichtet werden.

Der weitere Ausbau von GU-Standorten in den Jahren 2013 ff. wird im Rahmen des zu erstellenden Inklusionsplans näher konkretisiert. ...

Entgegen der bisherigen Verlautbarung der Stadt, die Einrichtung des GU an einem Schulstandort nur gemeinsam mit den betroffenen Schulen und deren Schulgemeinden zu treffen, soll nun ohne Rücksprache und ohne Schulkonferenzbeschluss der GU eingerichtet und damit praktisch verordnet werden. Die Verwaltung geht sogar davon aus, dass einzelne Schulen sich nicht für den GU entscheiden. In der Begründung zur Beschlussvorlage heist es weiter:

...Die Schulleitungen und die pädagogischen Leitungen der OGS der im Beschlussvorschlag genannten Grundschulen wurden am Freitag, den 24.02.2012 über diese Entscheidung informiert. Ihnen wurde im Rahmen der Möglichkeiten eine Unterstützung und Begleitung angeboten.

Die jeweiligen Schulkonferenzen konnten bislang noch nicht beteiligt werden. Es ist derzeit auch nicht absehbar, ob alle Schulkonferenzen der Einrichtung des GU zustimmen werden. 

Bislang war GU nur an den Schulen eingerichtet worden, an denen Schulen von sich aus das entsprechende Interesse signalisiert haben. Es ist derzeit nicht auszuschließen, dass an einzelnen Standorten auch gegen das Votum einer Schulkonferenz der GU eingerichtet werden muss, um der erhöhten Bedarfslage zum Schuljahr 2012/2013 angemessen gerecht werden zu können. ...

Hat Inklusion auf dieser Grundlage eine Perspektive?

Beschlussvorlage: Beschlussvorschlag und Sachstandsbericht “Gemeinsamer Unterricht” Einrichtung neuer Grundschulstandorte mit Gemeinsamem Unterricht


Geschrieben von Administrator am 19.03.2012


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