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Eintrag vom:
21.09.2015

Was kommt nach der Grundschule für mein Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf

Am Ende der Grundschulzeit stellt sich für die Eltern mit Kindern von sonderpädagogischer Unterstützung die Frage, soll ihr Kind eine allgemeine Schule mit Gemeinsamen Lernen (GL) besuchen und falls ja, welche Schulform soll gewählt werden. Eine Alternative zum GL wäre der Besuch einer Förderschule.
In diesem Beitrag soll es nicht darum gehen, die Vor- und Nachteile Gemeinsames Lernen oder Pro- und Contra Förderschule zu erörtern. Es sollen vielmehr Informationen dargestellt werden, welche den Eltern bei ihrer Entscheidung helfen sollen.

Ziel aller Eltern von Kindern mit und ohne sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf ist es

  • die bestmögliche Schule für Ihre Kinder zu finden
  • einen Bildungsabschluss ab Hauptschulniveau zu ermöglichen
  • gute Chancen für die spätere Berufsausausbildung und auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen

Seit der letzten Änderung des Schulgesetzes (9. Schulrechtsänderung, 2013) wird das Gemeinsame Lernen (GL) in den Vordergrund gestellt. Kernpunkte der Änderung sind:

  • allgemeine Schule sind der Regelförderort für alle Schüler
  • Es gibt in der Regel ein Wahlrecht der Eltern zwischen allgemeiner Schule und Förderschule

Insbesondere für die Förderschwerpunkte Lernen, emotionale und soziale Entwicklung und Sprache (LES) gibt es weitere zusätzliche Bestimmungen.

Gemeinsames Lernen an Bonner Schulen

In Bonn ist in den letzten Jahren eine anwachsende Anzahl von Anmeldungen an allgemeinen Schulen im GL zu beobachten. Insbesondere die Gesamtschulen sind stark nachgefragt und somit ist leider dort auch mit einer hohen Anzahl von Ablehnungen zu rechnen.

Damit das Gemeinsame Lernen zu einem Erfolg wird, gibt es Gelingenheitsbedingungen:

  • Kleine Klassen
  • Wenige Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf in einer Klasse
  • Weitestgehende Doppelbesetzung mit Lehrkräften
  • Reguläre Lehrer haben eine entsprechende sonderpädagogische Zusatzausbildung
  • Ausreichendes Lernmaterial für die verschiedenen Lernschwerpunkte

Auf Grund der vorgegebenen Richtgrößen der Klassen im GL (Hauptschule 25 Schüler und Schülerinnen ( SuS), Realschule und Gesamtschule 27 SuS) sind die Klassen recht groß und es werden in der Regel bis zu 6 Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf pro Klasse aufgenommen.  Im Gegensatz dazu sind an einer Förderschulen maximal 12 SuS in einer Klasse.

Die Stadt Bonn möchte die Anzahl der GL-Plätze auf rechnerisch 3 SuS mit sonderpädagogische Unterstützungsbedarf pro Parallelklasse begrenzen. Was heißt das?
Beispiel 6 Klassen pro Jahrgang an einer Gesamtschule.
3 SuS mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf ergibt 6 x 3 SuS = 18 Schüler pro Jahrgang.
Diese 18 Schüler werden in der Regel auf 3 GL Klassen verteilt, die restlichen 3 Klassen sind mit regulären Schülern besetzt.
Die GL Klassen haben in der Regel etwas weniger Schüler, die regulären Klassen entsprechend mehr, so dass im Schnitt 27 bis 28 Schüler pro Klasse erreicht werden.
Es gibt an den verschiedenen Schulen aber auch das Modelle: verteilen der Kinder mit sonderpädagogischem Förderdarf gleichäßig
über alle Klassen einer Jahrgangsstufe. Sie müssen deswegen entsprechend nachfragen.

Wie sahen die Anmeldezahlen in diesem Schuljahr aus?
In einem ersten Schritt wurden die Eltern nach der Wunsch-Schulform für Ihr befragt.
Die Kinder wurden nach intensiver Beratung und Gesprächen der Eltern mit der Schulaufsicht und Schulen anschließend auf die einzelnen Schulen verteilt.
In der folgenden Übersicht sind die Ergebnisse der Elternbefragung sowie die Anmeldezahlen zu Beginn des Schuljahres aufgegliedert nach Schuform dargestellt.


Unter diesen Rahmenbedingungen müssen sich die Eltern von Kindern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf entscheiden zwischen Gemeinsamen Lernen an allgemeinen Schulen und Förderschulen.

Informationen zu Schulen im Gemeinsamen Lernen(GL)/Inklusion
Auf der Homepage der Stadt Bonn gibt es ausführliche Informationen zu den GL-Schulen, Anmeldeverfahren und finanzielle Unterstützung.
Link zur Homepage Stadt Bonn

Was ist die „richtige“  Schule/Schulform für mein Kind?
Dies ist eine schwierige Frage, auf die es keine allgemeingültige Antwort gibt. Jedes Kind ist anders und aus diesem Grund bedarf es entsprechende Beratungsgespräche an den Grundschulen und an den Sekundarstufe I Schulen. Auch Hospitationen an einzelnen Schulen sollten durchgeführt werden.
Förderschulen sind auch ein guter Lernort und die Eltern sollten sich selber ein Bild machen. Danach kann dann entschieden werden.

Für die Gespräche zwischen Eltern und den weiterführenden Schulen soll folgender Fragenkatalog helfen. Der Katalog ist sicherlich nicht vollständig, aber er kann als Ausgangspunkt für weitere, individuelle Fragen dienen.

Fragen von Eltern an Schule (GL oder Förderschulen)

Welche Erfahrungen gibt es an der Schule mit Gemeinsamem Unterricht?
Seit wieviel Jahren bietet die Schule GL an?
Gibt eine Doppelbesetzung an Lehrern/Förderpädagogen in den Klassen?
Wieviel Stunden Doppelbesetzung gibt es in der GL Klasse?
Haben die regulären Lehrer eine sonderpädagogische Zusatz-Ausbildung?
Gibt es in anderen Klassen der Schule Kinder mit besonderem Unterstützungs¬bedarf?
Wird ein Nachteilsausgleich gewährt?
Wird mit anderen Gl-Schulen oder Förderschulen zusammengearbeitet?

Wird beim Übergang Grundschule – Sek I mit den LehrerenInnen der Grundschule Rücksprache genommen und beraten?
Wie viele Schüler sind in einer Klasse?
Wie ist die Ausstattung mit Lernmaterial für die verschiedenen Förderschwerpunkte?
Gibt es Differenzierungs- und Kleingruppenräume?
Gibt es Ruheräume?
Sind entsprechende sanitäre Einrichtungen vorhanden?
Gibt es Therapieräume und Therapieangebote?
Gibt es Sozialarbeiter oder Sozialpädagogen an der Schule und falls ja, wie viele Stunden stehen
zur Verfügung?
Kann ich einmal im Unterricht zuschauen?
Wird in den Leistungsanforderungen differenziert?
Wie erfolgt die Leistungsbewertung?
Gibt es ein Förderkonzept in der Schule / im Schulprogramm?
Wie kommt das Kind in die Schule (Barrierefreiheit)?
Gibt es eine Assistenz?
Welche Fachdienste sind beteiligt?
Wie wird der Übergang zur weiterführenden Schule gestaltet?
Wie wird der/die Jugendliche auf den Übergang in die Berufsschule oder auf das Arbeitsleben vorbereitet?

Gymnasium und Inklusion
Zum nächsten Schuljahr bieten drei Gymnasien in Bonn Gemeinsames Lernen/Inklusion an. Es sind das Ernst-Moritz-Arndt-, Friedrich-Ebert- und Helmholtz-Gymnasium.
Bei der Wahl der Schulform Gymnasium sind grundsätzlich folgende strukturelle Probleme zu beachten:

  • Möchten Sie Ihr Kind 5 Jahre (Gymnasium) oder 6 Jahre (Haupt-, Real- und Gesamtschule) in der Sekundarstufe I inklusiv beschulen lassen? Im Gymnasium wird nach der 9. Klasse der Klassenverband aufgelöst und die Jugendlichen wechseln in die Einführungsphase der Oberstufe. Dort wird der Unterricht nur noch in Kursen unterrichtet und umfasst in der Regel 34 Wochenstunden.
  • Am Gymnasium kann in der Sekundarstufe I (9. Schujahr) nur der Hauptschulabschluss erworben werden. Die weiteren Abschlüsse -Hauptschulabschluss nach der Klasse 10 - Mittlerer Abschluss (Fachoberschulereife) können nur nach der Einführungsphase (10 Klasse/Oberstufe) erworben werden. Gegebenfalls wäre ein Wechsel an ein Berufskolleg angebracht..



Wie verläuft das Anmeldeverfahren für Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf?

Wchtig ist hier zu unterscheiden zwischen

  • - privaten Schulen
  • - städtischen Schulen

Die privaten Schulen haben ihr eigenes Aufnahme-Verfahren, welches zeitlich an die erste Phase der Anmeldung gekoppelt ist.
Der Anmeldeschein kann in der ersten Phase aber nur an einer Schule, privat Schule oder Gesamtschule, abgegeben werden.
Es muss somit eine Entscheidung zwischen privater Schule und Gesamtschule getroffen werden.
Aus diesem Grund ist ein Beratungsgespräch mit der in Betracht gezogenen privaten Schule unbedingt notwendig.
Im Folgenden wird eine schematische Darstellung der vorbereitenden Schritte sowie des Anmeldeverfahrens vorgestellt.



 

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Geschrieben von um am 21.09.2015


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