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Eintrag vom:
10.11.2014

Die zehn Empfehlungen des Runden Tischs zu G8

Empfehlungen des „Runden Tisches zu G8 / G9“ an die Landespolitik in Nordrhein-Westfalen
Seit dem 5.Mai 2014 hatte die Schulministerien Sylvia LöhrmannVertreterinnen und Vertreter aus Schule, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zu einem erweiterten Runden Tisch zur Schulzeitverkürzung eingeladen. Angesichts der Diskussionen und Entwicklungen in anderen Bundesländern sollten sich alle Beteiligten ergebnisoffen über die Zukunft des achtjährigen Bildungsgangs an den Gymnasien austauschen und Vorschläge zum weiteren Vorgehen entwickeln. Der Runde Tisch hatte drei Arbeitsgruppen gebildet:
1. „Schulzeit – Freizeit. Ganztag und außerschulische Bildung im Zeichen von G8“
2. „Bisherige Handlungsfelder und weitere Entlastungsmöglichkeiten“
3. „Gesicherte Erkenntnisse als Basis für Grundsatzentscheidungen“
Die Arbeitsgruppen haben umfangreiche, vertiefende Empfehlungen erarbeitet, die beim Runden Tisch am 3. November 2014 im Schulministerium abschließend beraten wurden und breite Unterstützung erfahren haben. Obwohl einige Verbände unterschiedliche Auffassungen zu G8 oder weitergehende Reformvorstellungen haben, ist die übergroße Mehrheit gegen eine Rolle rückwärts zu G9 und stützt den aus zehn Empfehlungen bestehenden Optimierungsprozess. (aus Presseerklärung Schulministerium)

Kernpunkte der Vorschläge sind:

Nutzung der Ergänzungsstunden
Ergänzungsstunden dienen der individuellen Förderung und nicht, um den Unterrichtsumfang zu erhöhen. 5 Ergängzungsstunden müssen aber nicht von allen SuS belegt werden. Dadurch verringert sich die verpflichtende Unterrichtszeit in der Sekundarstufe I des Gymnasiums für viele Schülerinnen und Schüler auf 158 Wochenstunden – und damit in etwa auf dasselbe Stundenvolumen im Jahr wie in allen anderen Schulformen.
     
    Stundentafel SekI Sek II

Hausaufgaben begrenzen, Lernzeiten entwickeln.

Hausaufgaben dienen der individuellen Förderung.  Schülerinnen und Schüler an Tagen mit verpflichtendem Nachmittagsunterricht müssen keine Hausaufgaben machen.
(bisherige Regelung: Lehrkräfte geben keine Hausaufgaben für den Folgetag).
- Alle Schulen können Ergänzungsstunden als „Lernzeiten“ nutzen, um den Umfang von häuslichen Aufgaben zu reduzieren.
- Ganztagsschulen sorgen – abgesehen von Übungs- und Lektürezeiten –
grundsätzlich dafür, dass möglichst alle Hausaufgaben in „Lernzeiten“ integriert werden.


Zahl der Klassenarbeiten pro Woche stärker begrenzen
Die Zahl der Klassenarbeiten soll pro Woche auf zwei, in Ausnahmefällen drei begrenzt werden.

Nachmittagsunterricht
Verpflichtender Unterricht an Gymnasien ohne gebundenen Ganztag findet in
den Klassenstufen 5 bis 7 höchstens an einem Nachmittag pro Woche statt, in
den Klassen 8 und 9 an einem, höchstens aber an zwei Nachmittagen. Dabei
sollte eine schuleinheitliche Regelung angestrebt werden.

Fächerbindung in der Jahrgangsstufe 9 lockern
In der Klasse 9 müssen derzeit alle natur- und alle gesellschaftswissenschaftlichen
Fächer unterrichtet werden, um eine Wahlentscheidung für die Oberstufe zu erleichtern. Dadurch ist nicht nur die zeitliche Belastung von Schülerinnen und Schülern in dieser Jahrgangsstufe besonders hoch, sondern auch die Herausforderungen durch ein außerordentlich breites Fächerspektrum.
Schulen sollen demnächst nach Beschluss der Schulkonferenz die Fächerbindung in der Klasse 9 aufheben können. Somit müssen Biologie, Chemie und Physik nicht parallel unterrichtet werden, sondern es kann nur ein Fach jeweils für zwei bis drei Monate gegeben werden.
Die Gesamtstundenzahl der einzelnen Fächer für die Jahrgangstufe 7 - 9 darf aber nicht unterschritten werden.

Bestehende schulinterne Lehrpläne sollen erneut überprüft werden
Im Rahmen der laufenden Erarbeitungen schulinterner Lehrpläne für die gymnasiale
Oberstufe sollen auch die schulinternen Lehrpläne für die Sekundarstufe I überprüft bzw. ggf. neu erarbeitet werden. Insbesondere sollen Kürzungsmöglichkeiten in der Sekundarstufe I und Synergieeffekte genutzt werden.

Alle Empfehlungen des Runden Tisches zu G8 finden Sie hier. Empfehlungen_Runder_Tisch_03_11_2014.pdf

 

 

Geschrieben von um am 10.11.2014


Eintrag vom:
04.05.2014

Einsatz von Computer-Algebra-Systeme auf Tablets, Laptops und Computern künftig erlaubt

In Nordrhein-Westfalen werden erstmals im Zentralabitur 2017 Mathematikaufgaben gestellt, die den Einsatz von graphikfähigen Rechnern voraussetzen. Nach einem abschließenden Gespräch am Dienstagabend mit Akteuren, die diese Regelung vor Ort umsetzen müssen, hat das Schulministerium heute alle Schulen über den Einsatz möglicher technischer Hilfsmittel informiert. Dazu wurde der weiterhin gültige Erlass vom 27. Juni 2012 ergänzt. „Wir tragen der fortgeschrittenen technischen Entwicklung Rechnung und ermöglichen es Schulen, die bereits alternative Lösungen erarbeitet haben, diese rechtssicher umzusetzen“, erklärte Schulministerin Sylvia Löhrmann in Düsseldorf. Künftig können somit auch Computer-Algebra-Systeme auf Tablets, Laptops und Computern genutzt werden. An dem Gespräch beteiligt waren Schulleitungen, Elternvertreter und Lehrerverbände sowie Vertreterinnen und Vertreter des Schulministeriums.

Bislang waren Wissenschaftliche Taschenrechner das grundlegende Hilfsmittel im Mathematikunterricht der Oberstufe, die graphikfähigen Taschenrechner (GTR) oder die noch leistungsstärkeren Computer-Algebra-Systeme (CAS) konnten freiwillig eingesetzt werden. Ab dem Schuljahr 2014/15 sind die graphikfähigen Taschenrechner (GTR) verbindlich einzusetzen. Anders als Wissenschaftliche Taschenrechner ermöglichen diese, Graphen zu visualisieren und dienen realitätsnahen Anwendungen im Mathematikunterricht. Der Einsatz der noch leistungsfähigeren CAS-Geräte bleibt nach wie vor möglich.


Im Zuge des technischen Fortschritts und vor dem Hintergrund, dass einige Schulen alternative schulinterne Lösungen entwickelt haben, werden diese künftig ermöglicht. Voraussetzung für den Einsatz dieser Alternativen ist ein schulinternes Konzept, dem der Schulträger und die Schulkonferenz (bestehend aus Lehrkräften, Eltern und Schülerinnen und Schülern) zustimmen. Bedingung ist, dass erstens soziale Härten vermieden werden, also Eltern nicht zu einer höheren finanziellen Belastung verpflichtet werden können, als sie bei der Anschaffung eines GTR entstünde. Zweitens muss in Prüfungssituationen gewährleistet sein, dass die Prüfung auf schuleigenen Geräten erfolgt, die den Zugriff ausschließlich auf CAS-Software / oder -App ermöglicht, nicht jedoch auf andere Programme / Apps, eigene Dateien, das Internet oder Netzwerke jeglicher Art. Auch eine eventuell eingebaute Kamera muss deaktiviert sein. Der Gebrauch von Smartphones ist auch künftig in Prüfungssituationen nicht zugelassen.


Schulen, die aufgrund der veränderten Erlasslage noch einmal über die Anschaffung von graphikfähigen Taschenrechnern oder alternativen Geräten beraten wollen, haben dazu ausreichend Zeit, denn die Anschaffung ist auch noch im Laufe des ersten Schulhalbjahres 2014/15 möglich.


 

Geschrieben von um am 04.05.2014


Eintrag vom:
23.03.2014

Runder Tisch zu G8-Bildungsgang an Gymnasien Ministerin Löhrmann: Schulzeitverkürzung in NRW braucht

Runder Tisch zu G8-Bildungsgang an Gymnasien

Ministerin Löhrmann: Schulzeitverkürzung in NRW braucht weiterhin einen breiten Konsens

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:

Düsseldorf, 21. März 2014. Schulministerin Sylvia Löhrmann lädt Vertreterinnen und Vertreter aus Schule, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zu einem Runden Tisch zur Schulzeitverkürzung ein. „Wir haben in Nordrhein-Westfalen 2010 einen breit getragenen Konsens über die Beibehaltung des G8 und die Optimierung der Schulzeitverkürzung erarbeitet. Angesichts der Entwicklungen in anderen Bundesländern möchte ich mich dieses Konsenses vergewissern und mit allen Beteiligten über die Umsetzung der vereinbarten Entlastungen für die Schülerinnen und Schüler sowie die Zukunft des achtjährigen Bildungsgangs an den Gymnasien austauschen“, erklärte Ministerin Löhrmann.

Die Landesregierung hatte 2010 nach intensiven Gesprächen mit Lehrer- und Elternverbänden und der Landesschülervertretung Handlungsfelder zur Optimierung des G8-Bildungsgangs erarbeitet, die seither von den Gymnasien in NRW nach und nach umgesetzt werden. „Der Runde Tisch, zu dem ich nun auch die Fraktionen einlade, bietet die Gelegenheit, sich über den Stand der Umsetzung des Handlungsprogramms austauschen. Gemeinsam mit allen Beteiligten werden wir weitere Entlastungsmöglichkeiten an den Gymnasien prüfen, denn Schülerinnen und Schüler brauchen auch Zeit für ihre außerschulischen Interessen und Aktivitäten“, betonte die Ministerin.

Die Verkürzung der gymnasialen Schulzeit war in der ersten Hälfte der 2000er-Jahre ein Anliegen weitestgehend aller Parteien und gesellschaftlichen Gruppen. Die damalige Landesregierung von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beschloss 2004 im Konsens mit allen im Landtag vertretenen Parteien, den verkürzten Bildungsgang in NRW einzuführen. Geplant war allerdings eine Schulzeitverkürzung in der Sekundarstufe II. 2005 verlagerte die CDU/FDP-Landesregierung die Verkürzung der Schulzeit von der gymnasialen Oberstufe in die Sekundarstufe I. Durch die überhastete Einführung und fehlende Begleitmaßnahmen waren die Schulen auf die Umsetzung so gut wie gar nicht vorbereitet.

Bereits unmittelbar nach Regierungsantritt 2010 hatte die Landesregierung allen Gymnasien im Land die Teilnahme am Schulversuch „Abitur an Gymnasien nach 12 oder 13 Jahren“ angeboten. 13 Gymnasien nehmen seit Beginn des Schuljahres 2011/12 am Schulversuch teil und erproben, ob ein neuer neunjähriger Bildungsgang zu mehr Lernerfolg führt. Alle anderen Gymnasien in NRW haben sich dafür entschieden, G8 beizubehalten und die Umsetzung mit Unterstützung durch das Schulministerium weiter zu optimieren. Auch bei einer Anhörung im Landtag im Februar 2011 hat sich die überwiegende Mehrheit der Verbände für die Beibehaltung von G8 und für weitere Entlastungen bei der Umsetzung entschieden. (Das Protokoll der Anhörung finden Sie hier: http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument?Id=MMA15%2F110|1|2&Id=MMA15%2F110|3|30)

Die von der Landesregierung und den am damaligen Runden Tisch Beteiligten identifizierten Handlungsfelder zur Optimierung von G8 sind:

·      Das neue Gleichgewicht zwischen Hausaufgaben und Schulaufgaben

·      Die eigenverantwortliche Umsetzung der Kernlehrpläne

·      Die flexible Nutzung von Ergänzungsstunden zur individuellen Förderung

·      Die differenzierende Implementierung der zweiten Fremdsprache

·      Die Flexibilisierung der Schulorganisation

·      Die Weiterentwicklung von Ganztag und pädagogischer Übermittagbetreuung

·      Die nachhaltige Unterstützung und Qualifizierung der Lehrkräfte

·      Übergangsmanagement Sekundarstufe I – Sekundarstufe II

Ausführliche Informationen zu den Handlungsfeldern finden Sie unter: http://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/cms/g8/angebot-home/handlungsfelder-in-g8.html

Schulministerin Sylvia Löhrmann: „In Nordrhein-Westfalen gibt es eine vielfältige Schullandschaft, in der viele verschiedene Wege zum Abitur führen. Das unterscheidet NRW von anderen Bundesländern.“ Das Abitur kann in Nordrhein-Westfalen nach zwölf oder 13 Jahren erreicht werden. G8 gibt es an 614 Gymnasien. 281 Gesamtschulen, 84 Sekundarschulen mit ihren verbindlichen Oberstufenkooperationen, zwölf Gemeinschaftsschulen, 379 Berufskollegs und 13 Gymnasien bieten den Weg zum Abitur nach 13 Jahren.

Geschrieben von um am 23.03.2014


Eintrag vom:
13.11.2013

NRW setzt auf eine kontinuierliche Verbesserung des G8

Pressemitteilung MSW 13.11.2013

Mit Blick auf die heutige Pressekonferenz der Bürgerinitiative familiengerechte Schule und Bildung, G-ib-8, unterstrich Schulministerin Sylvia Löhrmann, dass es darauf ankomme, die Gymnasien bei der Optimierung des G8-Bildungsganges weiter zu unterstützen. „Die Gymnasien in NRW haben in den vergangenen Jahren mit großem Einsatz den verkürzten Bildungsgang umgesetzt“, so Löhrmann. „In unseren regelmäßigen Gesprächen betonen alle Beteiligten, dass die Gymnasien den eingeschlagenen Weg fortführen möchten und an pragmatischen Konzepten arbeiten, die im Interesse der Schülerinnen und Schüler sind.“

Seit 2010 werden die Schulen systematisch durch das Ministerium und die Bezirksregierungen bei der Umsetzung von G8 unterstützt. Im März 2013 wurde auf Einladung von Ministerin Löhrmann auf der Tagung „Wege zur Umsetzung von G8“ eine Zwischenbilanz gezogen. Zwölf Gymnasien stellten ihre Konzepte zur besseren Umsetzung von G8 Vertreterinnen und Vertretern von Lehrer-, Eltern- und Schülerverbänden vor. Dabei wurde deutlich, dass vor Ort bereits eine Fülle guter Umsetzungskonzepte praktiziert wird, und dass die Herausforderungen des achtjährigen Gymnasiums bei allen Verantwortlichen Entwicklungspotenzial für eine Schulentwicklung freigesetzt haben, die zu vielen positiven Veränderungen geführt hat. So wurden zum Beispiel in den Bereichen der individuellen Förderung, der Integration von Lernzeiten in den Unterricht, der kontinuierlichen Begleitung von Schülerlaufbahnen und der Beratungskultur große Fortschritte erzielt.

„Dieser systematische Erfahrungsaustausch ist für alle Beteiligten sehr fruchtbar und soll fortgesetzt werden. Schulen werden dabei auch zur Netzwerkbildung angeregt und können voneinander lernen“, so Ministerin Löhrmann. Auch in Zukunft werden das Ministerium, die Bezirksregierungen und die Kompetenzteams die Schulen vor Ort bei der Weiterentwicklung der Handlungsfelder in G8 unterstützen.

Ministerin Löhrmann unterstrich, dass Eltern, die für ihre Kinder mehr Zeit bis zum Abitur wünschen, in NRW aus einem vielfältigen Schulangebot wählen können: Alle Gesamtschulen in NRW bieten einen durchgängigen neunjährigen Bildungsgang bis zum Abitur. Die Gemeinschaftsschulen und die durch den Schulkonsens entstandenen Sekundarschulen eröffnen in einer verbindlichen Zusammenarbeit mit der gymnasialen Oberstufe eines Gymnasiums, einer Gesamtschule oder eines Berufskollegs einen neunjährigen Weg zum Abitur, gleiches für gute Haupt- und Realschülerinnen und –schüler.

Ministerin Löhrmann wies zudem auf die positiven Ergebnisse im Abitur des ersten G8-Bildungsganges hin: „Letztes Schuljahr hat der Doppeljahrgang unsere Gymnasien verlassen. Der Vergleich der Abiturergebnisse zeigt, dass die G8-Schülerinnen und -schüler genauso gut abgeschnitten haben wie die aus dem G9-Bildungsgang.“

Schulversuch „Abitur an Gymnasien nach 12 oder 13 Jahren“

Im Jahr 2010 hatte die Landesregierung allen Gymnasien im Land die Teilnahme am Schulversuch „Abitur nach 12 oder 13 Jahren“ angeboten. 13 Gymnasien nehmen seit Beginn des Schuljahres 2011/12 am Schulversuch teil und erproben, ob ein neuer neunjähriger Bildungsgang zu mehr Lernerfolg führt und wie sich das Angebot parallel geführter acht- und neunjähriger Bildungsgänge auswirkt. Der neue neunjährige Bildungsgang sieht 188 (statt wie früher 179) Wochenstunden vor. Dies geht zurück auf Vereinbarungen aller Bundesländer im Rahmen der Kultusministerkonferenz (KMK).

Die überwältigende Mehrheit der Gymnasien hat sich für das Festhalten am G8 entschieden und setzt auf eine weitere Optimierung des verkürzten Bildungsgangs. Dabei werden sie von der Landesregierung unterstützt.

Geschrieben von Administrator am 13.11.2013


Eintrag vom:
27.08.2013

NRW hat Abitur mit Doppeljahrgang erfolgreich bewältigt

Pressemitteilung MSW 22.08.2013

Schulministerin Sylvia Löhrmann hat die Ergebnisse des Zentralabiturs 2013 vorgestellt. Die landesweite Durchschnittsnote an Gymnasien und Gesamtschulen liegt in diesem Jahr bei 2,46 und hat sich damit gegen-über dem Vorjahr (2,5) leicht verbessert. Der mit besonderem Interesse erwartete Vergleich von Schülerinnen und Schüler des G8- und G9-Jahrgangs am Gymnasium zeigt keine statistisch relevanten Unterschiede. Abiturientinnen und Abiturienten im G8-Bildungsgang erreichen im Durchschnitt eine Note von 2,41. Im G9-Bildungsgang liegt der Schnitt bei 2,44.

Schulministerin Sylvia Löhrmann erklärte: „Das diesjährige Zentralabitur reiht sich nahtlos in die Entwicklungen der letzten Jahre ein. Der bundesweite Trend zu besseren Ergebnissen setzt sich auch in Nordrhein-Westfalen fort. Und die wichtigste Botschaft: Die G8er und G9er erreichen das gleiche Leistungsniveau. Der Doppeljahrgang am Gymnasium hat die Abiturprüfungen erfolgreich abgelegt. Kompliment an die große Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler und ein großer Dank an alle Beteiligten, die zu diesem Ergebnis beigetragen haben.“

Zu den Ergebnissen im Einzelnen:

Der Vergleich der Ergebnisse an Gymnasien und Gesamtschulen ent-spricht den Beobachtungen der letzten Jahre. Seit Einführung des Zentralabiturs 2007 schneiden die Schülerinnen und Schüler an Gymnasien um etwa eine Drittelnote besser ab als an Gesamtschulen. Die Durchschnittsnote der Gesamtschülerinnen und Gesamtschüler liegt bei 2,73. Demgegenüber erzielten Gymnasiastinnen und Gymnasiasten im Schnitt eine Note von 2,42.

Die Bestnote 1,0 erreichen in diesem Jahr 1.659 Schülerinnen und Schüler. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Anstieg von 1,46 auf 1,55 Prozent. Dieser Anstieg von Spitzenleistungen lässt sich auch in anderen Bundesländern beobachten.

Die Nichtbestehensquote liegt in diesem Jahr bei 2,85 Prozent und ist damit gegenüber dem Vorjahr (2,18 Prozent) leicht gestiegen.

Eine Auswertung der Ergebnisse nach Geschlecht zeigt: Mehr als die Hälfte (55 Prozent) aller Absolventinnen und Absolventen sind weiblich. Die Absolventinnen stellen nicht nur zahlenmäßig den größeren Anteil, sie schneiden auch in diesem Jahr wieder besser ab. Abiturientinnen erreichen einen Abiturdurchschnitt von 2,40, ihre männlichen Mitschüler einen Schnitt von 2,53. Dementsprechend schließen auch mehr Abiturientinnen mit der Bestnote 1,0 ab (963 Schülerinnen und 723 Schüler).

Die Ergebnisse der zentralen Klausuren im Fach Mathematik wurden in diesem Jahr besonders sorgfältig ausgewertet. Insgesamt bewegen sich die Ergebnisse im Rahmen der vergangenen Jahre. Im Leistungskurs Mathematik werden in diesem Jahr durchschnittlich 8,6 Notenpunkte erreicht, im Grundkurs sind es 8,1 Notenpunkte. Insbesondere im Leistungskursbereich fällt die Differenz gegenüber 2012 mit einem Wert von -0,4 Notenpunkten sehr gering aus. Der Unterschied zum Vorjahr beträgt also deutlich weniger als eine ganze Note. Drei Notenpunkte machen eine Note aus. Im Grundkursbereich fällt die Differenz von -1,4 Notenpunkten zwar größer aus, liegt aber durchaus in einem Schwankungsbereich, der mit anderen Fächern vergleichbar ist. Trotzdem wird es im Fach Mathematik wie angekündigt eine besondere Auswertung der Aufgaben aus den letzten fünf Jahren geben.

Ministerin Löhrmann abschließend: „Das Abitur ist und bleibt eine Herausforderung. Schließlich berechtigt die Allgemeine Hochschulreife zum Studium in allen Fächern. Die Ergebnisse dieses Jahres zeigen, dass die Anforderungen im Abitur angemessen, anspruchsvoll und fair waren.“
Etwa 129.000 Schülerinnen und Schüler an Gymnasien, Gesamt-schulen, Weiterbildungskollegs, Waldorfschulen und an beruflichen Gymnasien haben in diesem Jahr an den Abiturprüfungen teilgenommen.

An den Gymnasien haben 47.000 Schülerinnen und Schüler den verkürzten Bildungsgang und 57.000 Schülerinnen und Schüler den unverkürzten Bildungsgang besucht.

Geschrieben von Administrator am 27.08.2013


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