Erste Eckpunkte des neuen Koalitionsvertrages liegen vor
Die Pressemitteilung zum Koalitionsvertrag und eine Zusammenfassung der Eckpunkte finden Sie hier ...
Erste bildungs- und schulpolitische Eckpunkte:
Die Koalition wird in einem Sofortprogramm:
- die Kopfnoten abschaffen. Wir brauchen stattdessen eine andere Form, um das Arbeits und Sozialverhalten rückzumelden;
- die Mitwirkung aller am Bildungsprozess Beteiligten ausbauen, indem wir die Drittelparität in den Schulen einführen;
- die im bestehenden Schulgesetz verankerte Möglichkeit, besondere Schulmodelle zu genehmigen, nutzen, um Gemeinschaftsschulkonzepte und innovative schulische Vorhaben, die das längere gemeinsame Lernen zum Ziel haben, ohne Verzögerung auf den Weg zu bringen;
- den Kommunen die Wiedereinführung der Grundschulbezirke ermöglichen;
- die Rechte der Eltern stärken, indem wir eine demokratisch von den Kommunen bis zur Landesebene aufgebaute Landeselternvertretung schaffen;
- das Einschulungsalter nicht weiter generell für alle Kinder absenken. Wir wollen es stattdessen am individuellen Entwicklungsstand des einzelnen Kindes ausrichten;
- dafür sorgen, dass der Elternwille wieder Vorrang hat. Deshalb werden wir die Verbindlichkeit der Grundschulgutachten aufheben und den Prognoseunterricht abschaffen.
Geschrieben von Administrator am 07/07 um 07:48:09
Guten Tag,
ich begrüße die “neue” Schulpolitik der SPD. Abschaffung Prognoseunterricht u. Kopfnoten. Elternwille hat wieder vorrang. Meine 10jährige Tochter ist von der Schulempfehlung betroffen. Sie hatte sich so sehr gewünscht auf das Gymnasium
zu kommen. Doch der Lehrer entschied sich für eine
Realschulempfehlung trotz guter Noten und lies sich davon abbringen. Hier spielte ganz sicher
die Willkür des Lehrers eine große Rolle (wg.
Streitigkeiten im 2. Schuljahr). Danach hatte meine Tochter den Prognoseunterricht leider nicht
geschafft (von 58 Schülern, schafften es nur 9 Kinder). Seitdem ist sie sehr traurig und de-
motiviert. Wir wissen, dass sie bei guten Noten danach wechseln kann. Aber das wirde wieder schwierig, erst in einem Klassenverband wieder eingegliedert zu werden. Hier treten wieder neue
Probleme auf, die vermieden werden konnten.
Da sage ich nur, wo bleiben die Kinder, die von den Lehrern und der CDU abgestempelt werden. Das
Selbstwertgefühl ist auf einem Tiefpunkt.
Ich wünsche allen Kindern und Eltern für die Zu-
kunft mit der SPD Schulpolik alles Gute. Für meine Tochter allerdings kommt sie leider zu spät.
Viele Grüße
Geschrieben von am 08.07.10 um 12:45 PM