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Die Informationsseite zur Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS)

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Wie kann LRS „geheilt“ werden?

Jeder Schüler mit LRS ist ganz individuell betroffen; es gibt kein empfehlenswertes Standardrezept. Generell kann, wie schon oben erwähnt, zwischen leserechtschreibschwachen und genetisch bedingten leserechtschreibgestörten Schüler unterschieden werden. Erst eine genügend differenzierende Standarddiagnose kann zeigen, in welchem Ausmaß ein Schüler betroffen ist.

Wie schon erwähnt, ist die Ursache für eine Leserechtschreibschwäche oft ein - im Vergleich zu altersgleichen Kindern - noch unzureichender Zugang zur deutschen Sprache; z.B. durch zu frühes Einschulen, Herkunft aus bildungsfernen Haushalten, Herkunft aus Haushalten mit Migrationshintergrund oder einer medizinischen Ursache (Hörfehler, Sehfehler etc.).

Die Ursache für eine Leserechtschreibstörung ist genetisch bedingt und führt zu Veränderungen im Gehirn bzw. Störungen in der Wahrnehmung und der Verarbeitung der Sprache und der Schrift.

Entsprechend benötigen die unterschiedlich betroffenen Schüler unterschiedliche Fördermaßnahmen:

Weniger betroffene leserechtschreibschwache Schüler können schon durch allgemeine schulische Fördermaßnahmen in der Schule im Rahmen der Stundentafel durch innere Differenzierung und gezielten Förderunterricht erfolgreich gefördert werden. Sie sollen die Lernschwierigkeiten und Lernlücken unter Erhalt des Klassenverbandes (z.B. bei Schülern mit Migrationshintergrund) beheben.

Stärker betroffene leserechtschreibgestörte Schüler können durch zusätzliche schulische Fördermaßnahmen in der Schule, aber außerhalb der Stundentafel, durch zusätzlichen Förderunterricht evtl. durch geschulte Fachleute gefördert werden. Sie sollen das Entstehens von Lernschwierigkeiten verhindern und beheben, wenn dies durch die allgemeinen Maßnahmen (s.o.) nicht gelingt. Dazu bedarf es LRS- bzw. Legasthenie-spezifischen Unterrichts, der nur durch geschultes Fachpersonal und mit spezifischem Unterrichtsmaterial durchgeführt werden kann.

Sehr stark betroffene leserechtschreibgestörte Schüler müssen durch außerschulische Fördermaßnahmen in entsprechend ausgewiesenen Lerninstituten gefördert werden, wenn sich trotz intensiver schulischer Fördermaßnahmen der Schüler, die für das Weiterlernen grundlegenden Kenntnisse im Lesen und Rechtschreiben nicht erwerben konnte. Dies ist besonders sinnvoll, wenn schon psychische Beeinträchtigungen oder Verhaltensauffälligkeiten vorliegen. Diese Fördermaßnahmen werden je nach vorliegender Problematik von Kinderpsychologen, Logopäden, Lern- oder Sprachtherapeuten kostenpflichtig durchgeführt.

Bei all diesen Fördermaßnahmen muss regelmäßig (mind. alle 6 Monate) geprüft werden, ob sich eine Verbesserung durch die durchgeführte Fördermaßnahme im Vergleich zu altersgleichen Kindern feststellen lässt. Ist dies nicht der Fall, muss eine andere Fördermaßnahme durchgeführt werden.
Der Erfolg solcher Maßnahmen ist bei jedem Schüler unterschiedlich ausgeprägt: viele lernen, mit ihrer Problematik im Laufe ihres Lebens gut klar zu kommen; manche Menschen werden ihr Leben lang von diesem Problem betroffen sein.


Wie kann LRS „geheilt“ werden?


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