Pressemitteilung MSW 06.06.2011
Jugendliche verbringen aktuell wöchentlich durchschnittlich drei Mal so viel Zeit mit Medien wie in der Schule, das belegen aktuelle Studien. Wie Jugendliche dazu befähigt werden können, die steigende Flut an Informationen, die mit der Mediennutzung einher geht, sinnvoll zu nutzen und inwiefern Schulen und Verlage sich bei der Bewältigung dieser Aufgabe ergänzen können, ist das Thema des „ZeitungsZeit“-Kongresses, der heute im Duisburger Landschaftspark stattfindet.
Medienministerin Dr. Angelica Schwall-Düren beschrieb das Ziel auf der Veranstaltung vor rund 300 Experten aus Schulen und Verlagen: „Jugendliche mit der Fähigkeit auszustatten, die Masse an Informationen, die durch die Medien jeden Tag verbreitet werden, zu verarbeiten, ist eine der dringendsten Zukunftsaufgaben, der sich Schulen und Verlage gemeinsam stellen müssen. Mit Hilfe der Zeitung lernen die Schülerinnen und Schüler, Informationen sinnvoll zu filtern, zu bewerten und produktiv verarbeiten zu können.“
Für Schulministerin Sylvia Löhrmann ist das Projekt ZeitungsZeit ein wichtiges Instrument zur Förderung der Medienkompetenz: „Schülerinnen und Schüler, die eine Tageszeitung lesen, trainieren ihre Lesefähigkeit und erweitern ihr Wissen in vielen Bereichen. Sie lernen den kritischen Umgang mit Informationen und Meinungen. Durch die tägliche Lektüre einer Tageszeitung können die Jugendlichen auch ihre Region besser kennen lernen. Wer zum Beispiel die Unternehmen in der Umgebung aus dem Lokalteil kennt, weiß, wo er oder sie sich um einen Ausbildungsplatz bewerben kann.“
Darum, berufliche Wege zu erforschen, ging es beim „ZeitungsZeit“ - Fotowettbewerb „start-upshots“, bei dem die Schülerinnen und Schüler per Kamera die regionale Wirtschaft erforscht haben. Im Rahmen des Kongresses wurden die Sieger gekürt: Der erste Platz ging an die Abschlussklasse 9/10 der Jakobusschule in Winterberg, die in ihren Schwarzweiß-Fotografien den Blick auf Unternehmertum mit bunten Farbklecksen lenkten. Den zweiten Platz belegte die Foto AG der Realschule Beuel in Bonn, die Selbstständige in einer typischen Arbeitssituation porträtierten. Bronze ging an die Klasse 9b der Jakob-Muth-Schule in Bochum. Die Schülerinnen und Schüler überzeugten die Jury mit den Ergebnissen eines Fotospaziergangs zu Firmen vor der eigenen Haustür.
Die nächste Zeitungsauslieferung der bundesweit größten Zeitungsinitiative „ZeitungsZeit Nordrhein-Westfalen“ startet wieder am 19. September 2011. Christian Nienhaus, Vorsitzender des Zeitungsverlegerverbandes NRW sieht in gemeinsamen Leseprojekten von Verlagen und Schulen eine Investition in die Zukunft: „Die Zeitung hilft jungen Menschen, komplexe Vorgänge aus ihrer nahen Umgebung oder aus aller Welt zu verstehen und einzuordnen. Sie stärkt ihre Lesekompetenz, fördert die Allgemeinbildung und die Konzentration auf das Wesentliche.“
Zwei Monate lang wird die Tageszeitung bei „ZeitungsZeit“ direkt an die Schule geliefert. Zwei Wochen lang kann zusätzlich eine Boulevardzeitung bestellt werden. Im dritten Monat kann jede Schülerin und jeder Schüler die Tageszeitung auch nach Hause geliefert bekommen. Schulen können sich dafür noch bis zum 30. Juni unter www.zeitungszeit.nrw.de anmelden.
Hier die Preisträger der Foto AG der Realschule Beuel
Geschrieben von Administrator am 06.06.2011 um 02:31:53
Pressemitteilung MSW 12.04.10
An bis zu 30 Realschulen in Nordrhein-Westfalen bekommen die Schülerinnen und Schüler ab Herbst ein neues Fach Wirtschaft. Alle Realschulen sind derzeit aufgerufen, sich bei den Bezirksregierungen um einen Platz im Modellversuch zu bewerben. „Der Modellversuch dient dazu, uns konkrete Hinweise zu Inhalt und Umfang eines möglichen Faches Wirtschaft an den Realschulen zu geben“, sagte Schulministerin Barbara Sommer. Die beteiligten Schulen sollen einen schulinternen Lehrplan entwickeln und die Auswirkungen auf die Nachbarfächer Erdkunde, Geschichte und Politik prüfen. Sie können das Fach drei Jahre lang für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7 einrichten.
„Schülerinnen und Schüler brauchen einen soliden Grundstock an Wirtschaftwissen, das sie in Alltag und Beruf anwenden können“, erklärte Ministerin Sommer. „Mit dem Modellfach prüfen wir, wie das Unterrichten von Wirtschaftsthemen an Realschulen weiter verbessert werden kann.“ Die Schulen entscheiden selbst, ob sie Wirtschaft als Pflichtfach anbieten oder als Wahlpflichtfach, das die Jugendlichen freiwillig wählen. Ein Team aus Realschullehrkräften, das bereits Erfahrungen mit Wirtschaftsprojekten im Unterricht gesammelt hat, unterstützt die Schulen. Professor Werner A. Halver vom Wirtschaftsinstitut der Hochschule Ruhr West begleitet den Modellversuch wissenschaftlich.
In Nordrhein-Westfalen gibt es 559 Realschulen. An Hauptschulen und Gesamtschulen gibt es das Fach „Wirtschaft“ bereits. Die Schülerinnen und Schüler können es als Teil des Lernbereichs Arbeitslehre wählen, der aus den drei Fächern Wirtschaft, Technik und Hauswirtschaft besteht. Am Gymnasium hat jeder Schüler in der Sekundarstufe I das Fach „Politik/Wirtschaft“.
Geschrieben von Administrator am 12.04.2010 um 03:14:45
Das Ministerium für Schule und Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen teilt mit:
Düsseldorf, 19. November 2009. Nordrhein-Westfalen startet einen Modellversuch ‚Wirtschaft an Realschulen’. „Die Realschule ist eine leistungsfähige und hoch anerkannte Schulform. Wir wollen die besonderen Stärken der Realschule weiter ausbauen. Ein Bestandteil ist die Berücksichtigung wirtschaftlicher Zusammenhänge im Unterricht. Ökonomisches Grundwissen ist Kernbestandteil einer auf das Berufsleben vorbereitenden Bildung. Die unterrichtlichen Inhalte sowie die weiteren Details des Modellversuchs werden wir in den kommenden Wochen mit den Lehrerverbänden besprechen. Schulen, die sich freiwillig melden, könnten schon zum nächsten Schuljahr starten”, erklärt Schulministerin Barbara Sommer.
Die Realschule macht ihren Schülerinnen und Schülern ein breites Bildungsangebot mit hoher Qualität. Einerseits bereitet sie junge Menschen auf den Übergang in Ausbildung und Beruf vor. Andererseits ermöglicht sie ihren Absolventen den Wechsel in die gymnasiale Oberstufe. Im Schuljahr 2008/09 wechselten insgesamt 30,9 Prozent aller Realschüler in die gymnasiale Oberstufe. Das ist eine Steigerung um beinahe 10 Prozentpunkte im Vergleich zum Schuljahr 2000/01. Schulministerin Sommer: „Fast jeder dritte Realschüler wechselt nach seinem Abschluss in die gymnasiale Oberstufe. Das ist ein Zeichen für die hohe Qualität dieser Schulform und ein Beleg für die Durchlässigkeit unseres Schulsystems.”
Das Schulministerium hat in diesen Tagen das Profilpapier „Realschule in Nordrhein-Westfalen – Chancen für Viele” veröffentlicht. „Mit dem Profilpapier wollen wir die Realschulen dabei unterstützen, ihre Angebote weiter zu entwickeln und ihr Profil zu schärfen. Ich hoffe, dass möglichst viele Schulen unseren Empfehlungen folgen”, so die Ministerin. Das Profilpapier wurde mit Beteiligung von Lehrerverbänden und Vertretern des Handwerks und der Wirtschaft erarbeitet. Es zeigt den Realschulen Entwicklungsperspektiven in verschiedenen Bereichen auf:
Das vollständige Papier finden Sie im Internetangebot des Schulministeriums (www.schulministerium.nrw.de) unter „Publikationen des MSW“, dann „Broschüren“ und „Bestellservice“, Suchbegriff Realschule.
Geschrieben von Administrator am 27.11.2009 um 12:01:15