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Herausforderung in_klusion in Hennef

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Informationsveranstaltung und Podiumsdiskussion der Stadt Hennef in Zusammenarbeit mit der Stadtschulpflegschaft unter Schirmherrschaft von Bürgermeister Klaus Pipke

am 1. März 2012
um 19.00 Uhr
Pädagogisches Zentrum
im Gymnasium Hennef
Fritz-Jacobi-Straße 18

Weitere Informationen entnehmern Sie bitte der Einladung [pdf 878KB]

Geschrieben von Administrator am 01.02.2012 um 10:13:53


Falsches Spiel mit Kosten

Elternvereine werfen NRW-Kommunalverbänden vor, die Inklusionsdebatte zu mißbrauchen. Versuch, sogar Pflichtleistungen aufs Land abzuwälzen.

Pressemitteilung Gemeinsam Leben - Gemeinsam Lernen NRW e.V. 21.01.2012

Eltern behinderter Kinder werfen den NRW-Kommunalverbänden vor, die Debatte um die Einführung eines inklusiven Bildungssystems zu mißbrauchen. “Unter dem Stichwort der Konnexität (wer den politischen Beschluss trifft, muss die Folgekosten finanzieren) versuchen die Spitzenverbände nun, die gesamten Kosten für die Bildung von Schülern mit Behinderung auf das Land abzuwälzen”, kritisiert der Vorsitzende der LAG Gemeinsam leben - gemeinsam lernen NRW, Bernd Kochanek, “darunter viele Leistungen, die sie für die gleichen Schüler in den Förderschulen bisher klaglos bezahlen”.

Die Geschäftsführer des Städtetags, des Städte- und Gemeindebundes und des Landkreistags hatten gestern am Rande der Landtagsanhörung zum NRW-Haushalt 2012 gefordert, dass das Land in Sachen Inklusion “alle Kosten” übernehme. Nicht nur die Lehrer sollen nach Meinung der Verbände aus Düsseldorf bezahlt werden, sondern auch Integrationshelfer,spezielle Lernmittel, die Schülerfahrtkosten und darüber hinaus sämtliche Umbauten für die Barrierefreiheit von Schulen.

Die Eltern werfen den Verbänden ein falsches Spiel vor. “Hier wird schlichtweg ausgenutzt, dass sich die Öffentlichkeit in der komplizierten Finanzierung von Schulen nicht auskennt”, sagt die Vorsitzende des Elternvereins mittendrin e.V., Eva-Maria Thoms. “Die Kommunen und ihre Landschaftsverbände sind traditionell Träger aller Schulen, auch der Sonderschulen. Da kommt durch die Inklusion kein einziger Schüler neu dazu. Es ist überhaupt nicht schlüssig, warum Fahrtkosten, Integrationshelfer und Lernmittel, die die Kommunen heute an den Sonderschulen bezahlen, nun plötzlich Landesangelegenheit sein sollen, nur weil sie in Zukunft für die gleichen Schüler an den Regelschulen gebraucht werden.” Zum Teil sind dies Sozialhilfeleistungen und damit Pflichtaufgabe der Kommunen.

“Wer so argumentiert, will politischen Streit erzeugen und den Aufbau eines inklusiven Schulsystems behindern”, schließt der LAG-Vorsitzende Bernd Kochanek. “Für den Aufbau eines inklusiven Bildungssystems sind nach der UN-Behindertenrechtskonvention alle staatlichen Ebenen verantwortlich. Da müssen auch die Kommunen Ihren Teil leisten, und im Übrigen auch der Bund.”

Die Elternvereine fordern die Kommunalverbände auf, von nun an konstruktiv an der politischen Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention mitzuwirken. “Wir sind es leid, dass das Recht unserer Kinder auf inklusive Bildung von jeder Interessengruppe instrumentalisiert wird, um sich irgendwelche Vorteile zu verschaffen”, sagt Ingrid Gerber, die Vorsitzende von Gemeinsam leben - Gemeinsam lernen Bonn e.V.. “Als Betroffene, aber auch als Steuerzahler ist es uns herzlich egal, aus welcher Tasche uns das Geld genommen wird, mit dem inklusive Bildung finanziert wird. Kommunen und Land mögen ihre Finanzverteilung diskutieren, aber nicht auf dem Rücken unserer Kinder!”

Geschrieben von Administrator am 23.01.2012 um 05:11:36


Bundesweiter Inklusionspreis für Grundschule aus Eitorf

Grundschule Eitorf mit dem Jakob Muth-Preis 2012 ausgezeichnet

Pressemitteilung MSW 19.12.2012

Die Grundschule Eitorf im Rhein-Sieg-Kreis gehört zu den diesjährigen Gewinnern des Jakob Muth-Preises für inklusive Schule. Schulministerin Sylvia Löhrmann gratulierte den Preisträgern persönlich bei der Preisverleihung in Berlin und erklärte: „Die Grundschule Eitorf zeigt, wie Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderung erfolgreich gemeinsam lernen können. Auf dem Weg zu einem inklusiven Bildungssystem ist die Grundschule Eitorf Vorbild und Wegweiser zugleich. Ich freue mich, dass zum zweiten Mal in Folge eine Schule aus Nordrhein-Westfalen zu den Preisträgern gehört.“ Ausgezeichnet wurden insgesamt drei Schulen und ein regionales Inklusionskonzept.

Die Grundschule Eitorf erhält den Jacob Muth-Preis u. a. für ihre außergewöhnliche Unterrichtsgestaltung. 330 Kinder, darunter 31 mit diagnostiziertem Förderbedarf, lernen gemeinsam und können je nach Neigungen und Fähigkeiten unterschiedliche Wege und Hilfsmittel zur Bewältigung des Lernstoffs zählen. Alle Lehrkräfte verstehen sich als Lernbegleiter der Kinder: Sie möchten einerseits Spielraum für selbstständiges Handeln und Lernen eröffnen, andererseits das notwendige Maß an Verlässlichkeit und Verbindlichkeit bieten. Jedes Kind wird mit seinen besonderen Interessen und Fähigkeiten, aber auch individuellen Problemlagen ernst genommen und gefördert.

Auch die Raum- und Pausenhofgestaltung ist vorbildlich. Die Schulräume sind so gestaltet, dass die Kinder sich frei bewegen können. Sie lernen an verschieden gestalteten Arbeitsplätzen wie Computer-, Lese- und Mathematikecke. Bei Bedarf können sie sich zusammensetzen oder auch zurückziehen. Themenräume für Kunst, Musik, Englisch sowie ein Experimentier- und ein Bewegungsraum ergänzen die Möglichkeiten im Schulgebäude. Auf dem Pausenhof findet man unter anderem einen Schulgarten und ein grünes Klassenzimmer.

Mit dem Jakob Muth-Preis soll die Praxis von Schulen bekannter gemacht werden, die eine bessere Teilhabe ermöglichen – unabhängig von Herkunft, Beeinträchtigung oder sonstiger Benachteiligung. Namensgeber Jakob Muth (1927-93) hatte sich als Bochumer Professor schon früh für eine gemeinsame Erziehung von Kindern mit und ohne Behinderung eingesetzt. Im vergangenen Jahr wurde die Montessori-Gesamtschule Borken mit dem Jacob Muth-Preis ausgezeichnet.

Das Schulministerium erarbeitet derzeit einen Inklusionsplan zur Umsetzung der UNBehindertenrechtskonvention. Darin werden die weiteren Schritte auf dem Weg zu einem inklusiven Bildungssystem beschrieben. „Unser Ziel ist klar“, betonte die Ministerin, „die Förderung auch von Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlichen Behinderungen soll in den allgemeinen Schulen der Regelfall werden. Das ist eine Generationenaufgabe. Auf dem Weg dorthin brauchen wir Lotsen, Pfadfinder, Vorreiter und ermutigenden Beispiele wie die Grundschule Eitorf.“

Geschrieben von Administrator am 19.01.2012 um 04:20:35


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