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Eintrag vom:
03.12.2013

PISA 2012

Pressemitteilung MSW 03.12.2013

Deutschland hat sich beim internationalen Bildungsvergleichstest PISA deutlich gesteigert und liegt jetzt erstmals in allen Bereichen signifikant über dem OECD-Durchschnitt. Für Nordrhein-Westfalens Schulministerin Sylvia Löhrmann ist dies aber kein Anlass, sich mit diesen Ergebnissen zurückzulehnen; im Gegenteil: „Es ist gut, dass es Fortschritte gibt. Aber es bleibt dabei: Wir müssen besser werden in der Breite und in der Spitze. Außerdem müssen die Entkopplung des Schulerfolgs von der sozialen Herkunft sowie die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei Mathematik und beim Lesen auf der Tagesordnung bleiben.“ Auffallend sei, dass die positiven Entwicklungen Deutschlands in weiten Teilen auf bessere Leistungen der Schülerinnen und Schüler aus sozial benachteiligten Elternhäusern und auf die von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund zurückgehen. Löhrmann: „Trotz der Fortschritte gibt es auch weiterhin eine große soziale Ungleichheit, die wir abbauen müssen. Die Schere schließt sich nur langsam.“

Die sogenannte PISA-Risikogruppe hat sich in Deutschland deutlich verringert: Zählten früher bis zu 20 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Deutschland dazu, sind es jetzt zum Beispiel bei der Lesekompetenz knapp 15 Prozent. Ministerin Löhrmann: „Es war richtig, nach PISA 2000 einen besonderen Wert auf Förderung der Leistungsschwächeren zu legen. Hier gibt es erkennbare Fortschritte. Das zeigt, dass sich die Investitionen lohnen.“ Allerdings stagniert die Entwicklung im oberen Leistungsbereich.

„Wir müssen konsequent daran weiter arbeiten, dass dem Prinzip der individuellen Förderung Rechnung getragen werden kann, durch systematische Schul- und Qualitätsentwicklung, z.B. Fortbildungen“, so Ministerin Löhrmann. „Ich freue mich, dass unsere Schülerinnen und Schüler Zug um Zug besser werden, und danke dafür ausdrücklich auch den Lehrerinnen und Lehrern.“


Zum Hintergrund:
Schwerpunkt bei diesem PISA-Durchlauf war Mathematik, weitere Bereiche waren die Naturwissenschaften und Lesen/Textverständnis. Seit nunmehr zehn Jahren können für Deutschland in allen getesteten Bereichen Verbesserungen konstatiert werden. In Mathematik betragen diese ein knappes halbes Schuljahr.

Weitere Informationen zu PISA 2013 finden Sie auf der Internetseite der Kultusministerkonferenz unter www.kmk.org .

Geschrieben von Administrator am 03.12.2013

Eintrag vom:
03.12.2013

PISA 2012: Schulische Bildung in Deutschland besser und gerechter

Pressemitteilung KMK 03.12.2013

Schülerinnen und Schüler in Deutschland überzeugen mit guten Leistungen in Mathematik, Naturwissenschaften und Lesen und liegen erstmals in allen Testbereichen deutlich über OECD-Durchschnitt. Deutschland gehört zu den wenigen Staaten, die sich seit den ersten PISA-Erhebungen kontinuierlich verbessert haben.

Der Präsident der Kultusministerkonferenz, Minister Stephan Dorgerloh, und die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka, zu den Ergebnissen von PISA 2012: „Schülerinnen und Schüler in Deutschland erzielen das bisher beste PISA-Ergebnis und sind auf dem Weg in die Spitzengruppe. Besonders erfreulich ist, dass der Zusammenhang von sozialer Herkunft und Bildung abnimmt und die Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungshintergrund bessere Leistungen zeigen. Die vielfältigen Anstrengungen von Bund und Ländern zahlen sich aus. Unser besonderer Dank gilt den Lehrerinnen und Lehrern für ihre engagierte Arbeit.“

Für alle Testbereiche gilt:

  • Die Leistungen der Schülerinnen und Schüler in Deutschland liegen signifikant über dem OECD-Durchschnitt.
  • Der Anteil der leistungsschwachen Schülerinnen und Schüler in Deutschland ist kontinuierlich gesunken und liegt unter dem OECD-Durchschnitt.
  • Der Zusammenhang von sozialer Herkunft und Schülerleistung ist geringer geworden.
  • Auch die Leistungen der Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungshintergrund haben sich seit PISA 2000 spürbar und kontinuierlich verbessert.


Zentrale Ergebnisse für den Bereich Mathematik:

  • Deutschland übertrifft mit 514 Punkten in der mathematischen Kompetenz signifikant den OECD-Durchschnitt (494 Punkte). Dieses positive Bild zeigt sich für alle vier mathematischen Inhaltsbereiche.
  • Seit PISA 2003 konnte eine stetige Verbesserung erzielt werden. Dabei ist es gelungen, den Anteil besonders schwacher Schülerinnen und Schüler von 21,6 % auf 17,7 % deutlich zu verringern (OECD: 23 %).
  • Der Vorsprung der Jungen gegenüber den Mädchen beträgt in Deutschland 14 Punkte und unterscheidet sich nicht bedeutsam vom OECD-Durchschnitt. 


Zentrale Ergebnisse für den Bereich Naturwissenschaften:

  • Die Schülerinnen und Schüler in Deutschland erzielen mit 524 Punkten auch in der naturwissenschaftlichen Kompetenz ein deutlich über dem OECD-Durchschnitt liegendes Ergebnis. Hier ist der Anschluss an die internationale Spitzengruppe erreicht.
  • Der Anteil der leistungsschwächeren Schülerinnen und Schüler konnte weiter auf nunmehr 12,2 % verringert werden (OECD: 17,8 %).
  • Wie im OECD-Durchschnitt zeigen sich keine Leistungsunterschiede zwischen Jungen und Mädchen.


Zentrale Ergebnisse für den Bereich Lesen:

  • Erstmals liegt Deutschland mit 508 Punkten im Bereich Lesen signifikant über dem OECD-Durchschnitt (496 Punkte). Damit zeigt sich gegenüber der ersten PISA-Erhebung 2000 eine bedeutsame Steigerung um 24 Punkte.
  • Dabei ist es gelungen, den Anteil der leistungsschwächeren Jugendlichen auf 14,5 % zu verringern (OECD: 18 %). Im Jahr 2000 hatte er noch bei 22,7 % gelegen.
  • Nach wie vor lesen die Mädchen sehr viel besser als die Jungen. Der Unterschied beträgt in Deutschland 44 Punkte (OECD: 37 Punkte).

 

Für den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Kompetenz ergeben sich bei PISA 2012 folgende zentrale Ergebnisse:

  • Der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Kompetenzentwicklung konnte gegenüber den früheren PISA-Erhebungen verringert werden. Die entsprechenden Kennwerte liegen nunmehr für Deutschland im internationalen Durchschnitt.
  • Jugendliche aus sozioökonomisch schlechter gestellten Familien konnten ihre Leistungen bemerkenswert verbessern.
  • Deutschland gehört zu den wenigen Staaten, denen es gelungen ist, sowohl die Leistungen zu steigern als auch den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Kompetenzentwicklung zu verringern.
  • Immer mehr Schülerinnen und Schüler aus sozioökonomisch schlechter gestellten Familien besuchen das Gymnasium. Dies gilt auch für Jugendliche mit Zuwanderungshintergrund.


Für Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungshintergrund zeigen sich bei PISA 2012 folgende zentrale Ergebnisse:

  • Der Leistungszuwachs der Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungshintergrund beträgt seit PISA 2003 in Mathematik 24 Punkte, was in etwa dem Lernfortschritt eines Schuljahres entspricht.
  • Die Kompetenzwerte von Schülerinnen und Schülern aus zugewanderten Familien haben sich denen von Schülerinnen und Schülern ohne Zuwanderungshintergrund angenähert.


Zentrale Ergebnisse von PISA 2012 zu den Schülereinschätzungen:

  • Die Einschätzung des Schulklimas aus Schülersicht fällt signifikant positiver aus als im OECD-Durchschnitt.
  • Die sehr guten Leistungen in Deutschland gehen einher mit einem großen Selbstvertrauen der Schülerinnen und Schüler in ihre mathematischen Fähigkeiten.

 

Zentrale Folgerungen:

  • Die Verbesserung der Ergebnisse Deutschlands im internationalen Vergleich zeigt: Die eingeschlagenen Wege sind erfolgreich und müssen konsequent fortgesetzt werden. Mehr Bildungsqualität und Bildungsgerechtigkeit bleiben zentrale Ziele, insbesondere bleibt die Herausforderung, die sozialen Disparitäten weiter zu verringern.
  • Der Anteil der leistungsschwachen Schülerinnen und Schüler hat sich deutlich verringert, dennoch muss die gezielte Förderung dieser Gruppe weiter vorangetrieben werden.
  • Auch wenn das Leistungsniveau sich insgesamt deutlich verbessert hat, sind die Anteile der Spitzengruppen in Deutschland nicht in gleichem Maße gewachsen. Deshalb müssen Maßnahmen der individuellen Förderung auch leistungsstarke Schülerinnen und Schüler erreichen.
  • Es müssen weitere Anstrengungen unternommen werden, um die geschlechtsspezifischen Unterschiede im Lesen und in Mathematik zu verringern.


Hierzu erklärten der Präsident der Kultusministerkonferenz, Minister Stephan Dorgerloh, und die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka: „Die Ergebnisse von PISA 2012 bestätigen die Maßnahmen, die wir als Konsequenz aus PISA 2000 ergriffen haben. Insbesondere der Ausbau der frühkindlichen Bildung und der Ganztagsschulen sowie die Einführung und Überprüfung von Bildungsstandards zeigen im Verbund mit der Weiterentwicklung von Schule und Unterricht deutliche Wirkung. Wir wollen in unseren Bemühungen um die Verbesserung von Bildungschancen für alle nicht nachlassen – so müssen wir weiterhin die leistungsschwächeren Jugendlichen unterstützen. Aber auch die leistungsstarken Schülerinnen und Schüler müssen gezielt gefördert werden.“

Anlage der Studie
PISA wird seit 2000 von der OECD durchgeführt, um die Kompetenzen 15-Jähriger in den zentralen Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften zu ermitteln. Bei PISA 2000 und PISA 2009 stand die Erfassung des Leseverständnisses im Zentrum, bei PISA 2003 die Mathematik, bei PISA 2006 die Naturwissenschaften.

An PISA 2012 haben neben den 34 OECD-Staaten 31 Partnerstaaten und -regionen teilgenommen. In Deutschland wurden für den internationalen Vergleich insgesamt 5001 Schülerinnen und Schüler aus 230 Schulen getestet. Neben der mathematischen Grundbildung, die zum zweiten Mal nach 2003 als Schwerpunktdomäne untersucht wurde, der Lesekompetenz und naturwissenschaftlichen Kompetenz wurde durch computergestützte Verfahren als zusätzliche Kernkomponente die Problemlösekompetenz (Berichtslegung im Frühjahr 2014) getestet. National wurde die Erhebung zudem um eine Folgeuntersuchung im Jahr 2013 sowie eine erweiterte Stichprobe von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf ergänzt, deren Ergebnisse Ende 2014 veröffentlicht werden.

Die Tests zu PISA 2012 wurden in Verantwortung des Zentrums für internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB) durchgeführt und ausgewertet, das als von Bund und Ländern gemeinsam getragener Verbund der Technischen Universität München (TUM), des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) und des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und der Mathematik an der Universität Kiel (IPN) zunächst bis Ende 2016 mit der nationalen Durchführung von PISA betraut ist.

Die Erhebungen wurden mit dem Ländervergleich des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) zur Überprüfung des Erreichens der Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz in der Sekundarstufe I koordiniert. Die Ergebnisse von PISA 2012 dienen der Verortung des deutschen Bildungswesens im internationalen Vergleich auf der Grundlage einer bundesweiten Stichprobe. Aufgrund der Unterschiede bei der Testpopulation und den getesteten Domänen sowie der verschiedenen Skalen ist es nicht möglich, die Ergebnisse des IQB-Ländervergleichs 2012, die am 11. Oktober 2013 veröffentlicht wurden, direkt in die Skalen von PISA 2012 einzuordnen.

Eine ausführliche Zusammenfassung der Ergebnisse und mehr Informationen finden Sie im Internet unter: www.pisa.tum.de/ und www.pisa.oecd.org.

Geschrieben von Administrator am 03.12.2013

Eintrag vom:
11.10.2013

VBE: Mehr Investitionen für mehr Chancengerechtigkeit

Pressemitteilung VBE NRW 11.10.2013

„Über die Ergebnisse des neuen bundesweiten Leistungsvergleichs muss man sich nicht wundern, wenn man betrachtet, dass NRW im Vergleich der Bundesländer bei Klassengrößen und Investitionen pro Schüler unter dem Bundesdurchschnitt liegt“, erklärt Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW, zur heute vorgestellten Studie des Instituts für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB). „Wir erkennen an, dass die Landesregierung in den letzten Jahren zusätzliche Investitionen vorgenommen hat. Aber dies reicht bei weitem nicht aus, um in immer heterogener werdenden Klassen individuelle Förderung sicherzustellen.“

Die Ergebnisse der Studie machen deutlich, dass es von besonderer Bedeutung ist, dass Unterricht nicht fachfremd erteilt wird. „Unterrichtsausfall und Fachlehrermangel tragen unter diesem Gesichtspunkt sicherlich nicht dazu bei, das Leistungsniveau an den Schulen zu verbessern“, kritisiert Beckmann. Umso wichtiger ist es, dass die Schulen mit einer ausreichenden Stellenreserve versorgt werden und Lehrerinnen und Lehrer hinreichend Möglichkeit haben für eine berufsbegleitende Lehrerfort- und -weiterbildung.

„Der VBE warnt davor, die von der Landesregierung beabsichtigte Inklusion an Schulen –  so wie bisher absehbar – nicht mit den notwendigen Ressourcen auszustatten, da dies zu einem weiteren Leistungsabfall bei allen Schülerinnen und Schülern führen wird“, betont Beckmann abschließend.

Geschrieben von Administrator am 11.10.2013

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