Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg Vorpommern 08.07.2011
Die Sicherung der Gleichwertigkeit der Abschlüsse innerhalb des föderalen Bildungssystems der Bundesrepublik Deutschland ist und bleibt ein wichtiges bildungspolitisches Anliegen der Länder. Nach Auffassung von Henry Tesch, Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern, ist es an der Zeit, einen Staatsvertrag zwischen den Bundesländern mit einheitlichen Regelungen zum ländergemeinsamen Abitur anzustreben.
Bildungsminister Henry Tesch macht deutlich: “Ich setze mich sehr für ein ländergemeinsames Abitur ein! Die zunehmende Mobilität der Menschen erfordert ein höheres Maß an Verlässlichkeit und an Vergleichbarkeit von schulischen Leistungen zwischen den Bundesländern, auf die sich die Eltern und ihre Kinder beim Umzug in ein anderes Land verlassen können. Wir dürfen für diesen gesellschaftlich notwendigen Schritt keine Zeit mehr verlieren!”
Zwar besteht gemäß den Beschlüssen der Kultusministerkonferenz (KMK) bereits die bundesweite Anerkennung des Abschlusses der allgemeinen Hochschulreife innerhalb der Bundesländer. Jedoch würde die Anerkennung nach Meinung von Minister Tesch nicht entsprechend umgesetzt und in der breiten Öffentlichkeit oft anders wahrgenommen.
In einem ersten Schritt zum gemeinsamen Abitur arbeiten die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Hamburg, Niedersachen, Schleswig-Holstein und Sachsen an der Einführung gemeinsamer Aufgabenteile in den Abiturprüfungen, um die Vergleichbarkeit dieser zentralen Prüfung weiter zu konkretisieren. Eine länderübergreifende Steuerungsgruppe und Expertengruppen für die Fächer Mathematik, Deutsch und Englisch wurden eingerichtet. Dabei hat für das Fach Englisch Mecklenburg-Vorpommern die Federführung übernommen.
Folgende konkrete Vorgehensweise wurde in der Steuerungsgruppe vereinbart:
“Ziel ist es, bis 2014 ländergemeinsame Prüfungsteile bzw. Aufgaben einzuführen. Dem können sich die anderen Bundesländern jederzeit anschließen”, erklärte Minister Tesch weiter.
Die schrittweise Einführung eines bundesweiten gemeinsamen Abiturs in den Kernfächern ist auch ein erklärtes Ziel des Koalitionsvertrags für Mecklenburg-Vorpommern.
Hintergrund
Die bundesweite Gleichwertigkeit des Schulabschlusses der allgemeinen Hochschulreife ist durch folgende Maßnahmen hergestellt:
Geschrieben von Administrator am 08.07.2011 um 10:41:50
Beschluss des CDU-Bundesvorstands zur “Bildungsrepublik Deutschland”
Pressemeldung blidungsklick.de 28.06.2011
Wie erwartet hat der CDU-Bundesvorstand gestern ein neues Schulkonzept beschlossen. Das “Zwei-Wege-Modell” sieht neben dem Gymnasium die Schaffung einer neuen Oberschule vor, die Haupt- und Realschule vereinen soll.
“Wir wollen das differenzierte, auf Leistung und Durchlässigkeit und Chancengerechtigkeit setzende Bildungssystem demografiefest und zukunftssicher machen”, so CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe.
Gröhe hob hervor, dass man in den kommenden fünf Monaten eine intensive Debatte in der Partei führen wolle. Es hätten sich bereits in den vergangenen Monaten viele Landesverbände mit dem Thema Bildung beschäftigt und eigene Anträge auf Landesparteitagen verabschiedet. Nun wolle man diese Ideen im November auf dem 24. Parteitag in Leipzig zusammenführen. Der Beschluss des Bundesvorstands sei hierfür die Grundlage.
Im Beschluss des CDU-Bundesvorstands habe man die Grundsätze der CDU-Bildungspolitik zusammengefasst, so Bundesbildungsministerin Annette Schavan. Dazu gehöre es vor allem, dass man “vom Kind her” denke. ” Man könne Schulformen sinnvoll miteinander verknüpfen, erläuterte Sachsens Kultusminister Wöller. Zugleich bleibe aber das Gymnasium “Kernstück der Bildungspolitik der CDU.”
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Geschrieben von Administrator am 28.06.2011 um 09:57:57
Pressemeldung SPIEGEL-Online 11.06.2011
Das dreigliedrige Schulsystem war der CDU lange Zeit so wichtig wie die Kernenergie. Doch nun will die Union nicht nur Atomkraftwerke stilllegen, sondern auch die Hauptschule abschaffen. Der Grund: zu wenige Schüler.
Berlin - Die CDU nimmt Abschied von selbständigen Haupt- und Realschulen. Das verkündete Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) als Beschluss der CDU-Bildungskommission. Die Kommission unter ihrem Vorsitz erarbeitet bildungspolitische Leitsätze für den Parteitag im November.
“Bald wird es 35 Prozent weniger Schüler geben, darauf müssen wir uns einstellen”, sagte Schavan der “Welt”. Eltern wünschten, dass ihre Kinder es nicht weit zur Schule hätten. “Deshalb wollen wir Haupt- und Realschulen zu Oberschulen zusammenlegen”, sagte die Ministerin.
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Geschrieben von Administrator am 11.06.2011 um 02:42:07