| Eintrag vom: 19.07.2010 |
Keine Primarschule in HamburgPressemeldung blidungsklick.de 19.07.10 Mit einem Volksentscheid haben die Hamburger Bürger die geplante verlängerte Grundschulzeit abgelehnt. Die Gegner der Reform kamen auf rund 276 000 Stimmen. Für die Pläne des Senats stimmten rund 218 000 Hamburger. Damit wird die die sechsjährige Primarschule nicht eingeführt. Die Einführung der sechsjährigen Primarschule war Teil der Hamburger Schulreform. Die schwarz-grüne Landesregierung hatte die Grundschulzeit verlängern wollen, um schwache Schüler besser fördern zu können. Die Gegner hingegen wollten sich nicht auf eine Verkürzung der Gymnasialzeit um zwei Jahre einlassen. Ihr Argument: Die starken Schüler würden nicht mehr genug lernen. Damit ist ein Teil der Reform gescheitert. Teil zwei, das Zwei-Säulen-Modell hingegen, bei dem es neben dem Gymnasium nur eine weitere Schulform – nämlich die Stadtteilschule - geben wird, stand nicht zur Diskussion. An der Stadtteilschule sollen die Schüler alle Schulabschlüsse ablegen können, auch das Abitur nach 13 Schuljahren, statt nach 12 Jahren wie am Gymnasium. Geschrieben von Administrator am 19.07.2010 |
| Eintrag vom: 13.07.2010 |
Mehr Integration wagenPresseveröffentlichung Spiegel Online 13.07.10 Rita Süssmuth zur Hamburger SchulreformDas deutsche Schulsystem kennt Gewinner und Verlierer, die Kluft wächst. Die Hamburger Schulreform mit gemeinsamem Lernen bis Klasse sechs weist einen Weg in die Zukunft, findet die CDU-Politikerin Rita Süssmuth - ein Plädoyer für weniger Ausgrenzung und mehr Chancen für alle. Leben heißt Lernen. Das gilt für alle. Doch faktisch sind die Lernchancen höchst ungleich verteilt. Das ist allgemein bekannt - und gilt nicht nur in den Familien, sondern ebenso im öffentlich organisierten Bildungswesen. ANZEIGE Allzu lange gingen die Bildungsverantwortlichen davon aus, dass die alte Bundesrepublik über ein gutes Bildungsniveau verfüge; erst die internationalen Schulleistungsvergleiche ließen sie erschrocken aufhorchen. Den Höhepunkt bildeten die Ergebnisse der Pisa-Studie 2003. Seitdem reißt die Bildungsdebatte nicht ab. Aber wirksame Reformen für alle, insbesondere für die Bildungsbenachteiligten, kommen nur schleppend voran. Über Strukturreformen wird regelrecht gestritten - inhaltliche Reformen wie zum Beispiel Abbau der Stofffülle, Entrümpelung der Lehrpläne und Befähigung der Pädagogen zu mehr individueller, prozessorientierter Lernförderung finden hingegen einen breiteren Konsens. Ausbildung der Lehrer - sträflich vernachlässigt Geschrieben von Administrator am 13.07.2010 |
| Eintrag vom: 08.07.2010 |
Gemeinsam für eine moderne, leistungsfähige und gerechte BildungPressemitteilung www.saarland.de 08.07.10 Ministerpräsident Müller und Bildungsminister Kessler präsentierten Pläne zur Neuausrichtung der saarländischen BildungslandschaftAm Donnerstagmorgen haben Ministerpräsident Peter Müller und Bildungsminister Klaus Kessler auf einer Pressekonferenz in der Staatskanzlei in Saarbrücken die Pläne der Landesregierung zur Neuausrichtung der saarländischen Bildungslandschaft der Öffentlichkeit vorgestellt. Es handelt sich dabei um die Verbesserung der Zusammenarbeit von Kindergarten und Grundschule durch die Einführung eines Kooperationsjahres, die Einrichtung eines fünften Grundschuljahres und die Schaffung eines Zwei-Säulen-Modells, in dem das Abitur entweder auf einem grundständigen Gymnasium nach insgesamt zwölf Schuljahren oder auf einer Gemeinschaftsschule nach 13 Schuljahren erworben werden kann. Zur Umsetzung der beiden letzten bildungspolitischen Vorhaben muss die saarländische Verfassung abgeändert werden. Vorschläge, wie dies verwirklicht werden kann, haben Müller und Kessler ebenfalls auf der Pressekonferenz präsentiert. Nach den Sommerferien wird die schwarz-gelb-grüne Koalition auf der Grundlage der heute vorgelegten Konzepte sowohl mit den Oppositionsparteien als auch mit allen Interessengruppen in einen breiten Diskussionsprozess eintreten. Die Landesregierung möchte mit ihren bildungspolitischen Plänen ein modernes, leistungsfähiges und gerechtes Bildungssystem im Saarland einführen. „Wir wollen allen saarländischen Schülerinnen und Schülern – unabhängig von ihrer sozialen Herkunft – die besten Chancen eröffnen, einen möglichst qualitätsvollen Schulabschluss zu erreichen. Am besten geeignet dazu ist das Zwei-Säulen-Modell, Gemeinschaftsschule und grundständiges Gymnasium, mit den Prinzipien des längeren gemeinsamen Lernens und der individuellen Förderung. Hier können die Schülerinnen und Schüler – entsprechend ihren Neigungen und Begabungen – in unterschiedlichen Lerngeschwindigkeiten alle Abschlüsse erzielen. Hier haben Schüler und Eltern ein Höchstmaß an Wahlfreiheit für die Bildungsgänge ihrer Kinder. Das Saarland hätte mit diesem Modell eines der modernsten Schulsysteme Deutschlands“, erklärte Ministerpräsident Peter Müller. Bildungsminister Klaus Kessler sieht besondere Vorteile des neuen Schulsystems in der Verbesserung der Situation am Übergang zwischen den einzelnen Bildungseinrichtungen. Dies gelte sowohl für die Schnittstelle Kindergarten-Grundschule als auch für das fünfte Grundschuljahr als Gelenkstelle zwischen Grundschule und weiterführender Schule. „Zahlreiche wissenschaftliche Studien haben belegt, dass in Deutschland beim Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule ein enger Zusammenhang zwischen möglichem Bildungserfolg und sozialer Herkunft besteht. Dies betrifft insbesondere Kinder aus Migrantenfamilien. Unser langfristiges Ziel ist es demnach, die Bildungschancen der Kinder stärker von der sozialen Herkunft zu entkoppeln“, hob Kessler hervor. Nach den Sommerferien will Klaus Kessler alle interessierten Gruppen, Verbände, Institutionen, Kammern, Parteien und Eltern in einen konstruktiven Meinungsaustausch einbeziehen. „Ich beabsichtige, bei der zukünftigen Gestaltung der saarländischen Bildungslandschaft ein möglichst hohes Maß an Gemeinsamkeit herzustellen“, sagte Minister Klaus Kessler. Weiter Informationen und Downloads unter: Gemeinsam geht Bildung besser, Informationen zur Neuausrichtung der saarländischen Bildungslandschaft.
Geschrieben von Administrator am 08.07.2010 |