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Eintrag vom:
26.02.2015

VBE: Reduzierung des Unterrichtsausfalls bedarf massiver personeller Aufstockung

Erhebungszeitraum vier Wochen nach den Sommerferien gibt kein realistisches Bild

„Wenn die Landesregierung nicht ernsthaft bereit ist, die Schulen personell in die Lage zu versetzen, dass Unterrichtsausfall kompensiert werden kann, sind alle Erhebungen dazu rausgeschmissenes Geld“, kommentiert der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW, Udo Beckmann, die heute vorgestellten Ergebnisse des Schulministeriums: „Die Daten und Berechnungen machen deutlich, dass eine Stellenreserve von 8 % für jede Schule ein Minimum ist, um Unterrichtsausfall zu begegnen. Eigenverantwortliches Arbeiten der Schülerinnen und Schüler ist in der Grundschule und in der Sekundarstufe I keine Vertretungsmaßnahme.“

Unterrichtsausfall ist aus Sicht des VBE jede Unterrichtsstunde, die nicht gemäß des Stundenplans gehalten wird. „Wenn das eine Unterrichtsfach lediglich durch ein anderes beliebiges ersetzt wird oder Vertretungsunterricht in übergroßen Lerngruppen stattfindet, hilft das den Schülerinnen und Schülern später bei den zentralen Prüfungen wenig“, so Beckmann. „Es kann beim Thema Unterrichtsausfall nicht darum gehen, die statistischen Werte um jeden Preis zu verbessern, sondern darum, echte Grunddaten zu erhalten, um die Bildungschancen von Kindern an jeder einzelnen Schule zu sichern. Allein der gewählte Zeitraum für die Stichprobe cirka vier Wochen nach den Sommerferien wirft schon viele Fragezeichen mit Blick auf die Wertigkeit dieser Stichprobe auf.“

„Dass der Unterrichtsausfall nicht noch größer ist, ist zum großen Teil zu Lasten der Lehrergesundheit erkauft worden“, stellt Beckmann klar, „es würde noch mehr Unterricht ausfallen, wenn die Lehrkräfte nicht bereit wären, über ihre Unterrichtsverpflichtung hinaus einzuspringen.“ Die Folge sei, dass viele Lehrkräfte durch die Mehrarbeit gezwungen werden, ihre regulären Arbeiten in den Nachmittag oder aufs Wochenende zu legen: „Das Risiko von Burnout scheint für die Landesregierung ein probates Mittel sein, um den Schein einer umfänglichen Unterrichtsversorgung zu wahren“, bemängelt Beckmann.

Geschrieben von um am 26.02.2015

Eintrag vom:
26.02.2015

Schulministerium: Unterrichtsausfallstatistik für das Schuljahr 2014/15

Presserklärung des Ministeriums für Schule und Weiterbildung:

Der Anteil des ersatzlos ausgefallenen Unterrichts im Schuljahr 2014/15 beträgt nach der aktuellen Stichprobenuntersuchung des Schulministeriums 1,7 Prozent. Das sind 0,7 Prozentpunkte weniger als bei der letzten Untersuchung im Schuljahr 2009/10. Damals lag der Unterrichtsausfall bei 2,4 Prozent.

Schulministerin Sylvia Löhrmann verwies auf die engagierte Arbeit der Lehrerkollegien: „Das ist ein erfreuliches Ergebnis. Die Stichprobe bestätigt die Erfahrungen, die ich bei meinen Schulbesuchen vor Ort mache. An vielen Schulen gibt es sehr gute Konzepte, um Unterrichtsausfall zu vermeiden und ein kontinuierliches Lernen der Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen.“ Die Ministerin kündigte an, Beispiele guter Praxis auf der Internetseite des Schulministeriums zu veröffentlichen. „Gute Konzepte zeichnen sich durch Transparenz, Verlässlichkeit und Schülerorientierung aus“, betonte Ministerin Löhrmann. „Es kommt darauf an, dass in der Schule für Lehrkräfte, Schülerinnen, Schüler und Eltern klar ist, wie Vertretungsunterricht organisiert und inhaltlich gestaltet werden soll. Darauf aufbauend kann Vertretungsunterricht dann verlässlich so durchgeführt werden, dass er an die Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler anknüpft“, so die Ministerin.

An der zweiwöchigen Stichprobe vom 15. bis 26. September 2014 haben 770 zufällig ausgewählte Schulen teilgenommen. Für die Schulformen ergeben sich folgende Werte:

       
Schulform   Erhebung
2014/15
Erhebung
2009/105
Grundschule       1,21,4
Hauptschule       2,43,6
Förderschule   1,01,9
Realschule       2,92,7
Gemeinschule/Sekundarschule1,2-
Gesamtschule       2,53,5
Gymnasien         1,42,3
Hochrechnung auf öffentliche
allgemeinbildende Schulen in NRW
1,72,4


Der Unterrichtsausfall wird in Nordrhein-Westfalen seit 2001 über Stichprobenuntersuchungen erhoben, anfangs alle zwei Jahre, seit 2005 jährlich. Die letzte landesweite Erhebung fand im Schuljahr 2009/10 statt. Bei der Ermittlung des Unterrichtsausfalls kamen Landesregierung (2,4 Prozent in 2009/10) und Landesrechnungshof (4,8 Prozent in 2008/09) in der Vergangenheit allerdings zu unterschiedlichen Ergebnissen. Als Konsequenz daraus wurde die Erhebung zunächst ausgesetzt, und Schulministerin Sylvia Löhrmann kündigte an, mittels eines externen wissenschaftlichen Gutachtens andere Möglichkeiten einer statistischen Erhebung des Unterrichtsausfalls zu prüfen. Der Ausschuss für Haushaltskontrolle begrüßte diese Ankündigung in seiner Sitzung am 15. Januar 2013 einstimmig. Alle fünf Fraktionen machten deutlich, dass eine Unterrichtsausfallstatistik nicht weiteren Unterrichtsausfall zur Folge haben dürfe und mit vertretbarem Aufwand durchführbar sein müsse.


Nachdem das Schulministerium das Gutachten zu den „Möglichkeiten einer Ermittlung des Unterrichtsausfalls an den Schulen in Nordrhein-Westfalen“ im Dezember 2013 vorgelegt hatte, wurde darüber im Schulausschuss am 25. Juni 2014 intensiv beraten. Schulministerin Sylvia Löhrmann bedauerte, dass es in diesem Zusammenhang nicht gelungen sei, Einvernehmen über eine Alternative zur Stichprobenuntersuchung zu erzielen. Ministerin Löhrmann: „Öffentlichkeit und Politik haben ein berechtigtes Interesse an Daten zum Unterrichtsausfall. Ich habe daher nach der Debatte im Schulausschuss entschieden, erneut eine Stichprobenuntersuchung durchzuführen, die sowohl einen Vergleich mit früheren Daten ermöglicht als auch mit vertretbarem Aufwand für Schule und Schulaufsicht umgesetzt werden kann.“

Zur Vermeidung von Unterrichtsausfall stehen für alle Schulformen im Haushalt 2015 „Flexible Mittel für den Vertretungsunterricht“ in Höhe von 52,35 Millionen Euro zur Verfügung. Mit diesen Mitteln wird vor allem bei längerfristigen Erkrankungen der Einsatz von Vertretungslehrkräften ermöglicht. Außerdem gibt es für die Grundschulen zusätzlich eine Vertretungsreserve im Umfang von 900 Stellen. Grundschulen können im Bedarfsfall Lehrkräfte aus dieser Vertretungsreserve anfordern. Darüber hinaus stehen den Schulen 4.000 Stellen gegen Unterrichtsausfall, für Vertretungsaufgaben und zur individuellen Förderung zur Verfügung. Damit erhalten die Schulen zusätzliche Ressourcen, um u.a. auch ihre Vertretungskonzepte zu optimieren.

Die Unterrichtsausfallstatistik für das Schuljahr 2014/15 steht unter www.schulministerium.nrw.de zum Download bereit oder Sie können diese hier herunterladen.
  Unterrichtserteilung-und-Unterrichtsausfall—-Bericht-zur-Erhebung-fuer-das-Schuljahr-201415.pdf

Geschrieben von um am 26.02.2015

Eintrag vom:
22.04.2013

Resolution zur Kürzung der flexiblen Mittel für Vertretungsunterricht

Die Landeselternschaft fordert die Landesregierung auf, die Kürzung der flexiblen Mittel unverzüglich zurückzunehmen.

Begründung:

Die Gymnasien haben vielfältige Aufgaben zu bewältigen, wie etwa die Umsetzung von Inklusion, die Optimierung von G8 und die Implementierung neuer Kernlehrpläne für die Oberstufe, die in erheblichem Umfang personelle Ressourcen in Anspruch nehmen. Die Landeselternschaft hat deshalb die Zusage der Landesregierung sehr begrüßt, die Überhangstellen nach dem Doppeljahrgang vorläufig in den Gymnasien zu belassen. Dies darf aber nicht
dadurch kontakariert werden, dass den Gymnasien für den Vertretungsunterricht keine flexiblen Mittel mehr zur Verfügung stehen.

Diskussionen über das, was gute Schule und guten Unterricht ausmacht und wie die individuelle Förderung der Schüler effektiv gestaltet werden kann, werden obsolet, wenn nicht einmal genügend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, um Vertretungsunterricht in ausreichendem Maße zu gewährleisten. Die vehemente Aufforderungen des Schulministeriums an alle Beteiligten, kein Kind zurückzulassen, Bildungsstandards zu sichern und die Qualität der schulischen Bildung zu erhöhen, laufen – wenn Unterricht nicht stattfindet – ins Leere.

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Geschrieben von Administrator am 22.04.2013

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