Deutschferiencamp vom 1. bis 14 August für Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klasse in Bornheim-Walberberg
Die Jugendakademie in Bornheim-Walberberg veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Bonner Bildungswerk für Friedensarbeit vom 1.-14.8.2011 ein Feriencamp für Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klasse, die ihre Deutschkenntnisse verbessern möchten. Das Lernen findet in der Gruppe statt und Medien wie Theater und Film sorgen dafür, dass es nicht langweilig wird. Sportliche Aktivitäten und Ausflüge stehen ebenfalls auf dem Programm. Die Teilnahmegebühr für zwei Wochen beträgt 80,00 €, einschließlich Unterbringung, Verpflegung und Ausflügen. Fragen zum Feriencamp beantwortet Verena Winand von der Jugendakademie Walberberg unter Tel. 02227 / 90902-15, www.jugendakademie.de.
Weitergehende Informationen entnehmen Sie dem Flyer [PDF 1MB]
Die Jugendakademie Walberberg liegt übrigens gut erreichbar und im Grünen zwischen Bonn und Brühl.
Geschrieben von Administrator am 11.07.2011 um 10:48:17
Pädagogen-Ausbildung in NRW wird auf die Lebenslage von Kindern und Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte zugeschnitten
Pressemitteilung MSW 01.07.2011
Tagung in Köln präsentiert Zwischenergebnisse des Projekts „Chancen der Vielfalt nutzen lernen“
Pädagoginnen und Pädagogen sollen in NRW besser auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte vorbereitet werden. „Wir wollen Chancengleichheit für alle Kinder und Jugendlichen. Deshalb werden wir die Ausbildung für die Sozialarbeit und das Lehramt so gestalten, dass die künftigen Pädagogen auf den Umgang mit Vielfalt vorbereitet sind und Jugendliche mit ihren jeweiligen Stärken individuell fördern können.“ Das sagte Integrationsminister Guntram Schneider heute in Köln zur Eröffnung der Tagung „Chancen der Vielfalt nutzen lernen“.
„Bildung ist ein zentraler Schlüssel, um die Chancen von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu verbessern, und eine besondere Rolle spielt dabei die Sprache“, erklärte Ludwig Hecke, Staatssekretär des Ministeriums für Schule und Weiterbildung. „Wir geben den Lehramtsstudierenden schon in der Zeit ihres Studiums die Chance, neben der Entwicklung ihrer theoretischen Kompetenzen ganz praktische Erfahrungen in der Sprachförderarbeit mit Schülerinnen und Schülern zu machen.“
Auf der Fachtagung ziehen Fachleute aus Wissenschaft und Praxis eine erste Zwischenbilanz des bis zum Jahr 2013 laufenden Modellvorhabens der Landesregierung „Chancen der Vielfalt nutzen lernen“. Von Aachen bis Siegen werden derzeit in sieben Städten Nordrhein-Westfalens an Fachhochschulen und Universitäten Ideen für die Praxis in Schulen und Jugendeinrichtungen entwickelt.
Ob Sport und Sprache in Bochum, Lerntagebücher in Münster oder Sprachstandsfeststellungen in Paderborn – alle Ergebnisse aus den beteiligten Standorten fließen in das Modellvorhaben ein und bieten die Grundlage für eine erfolgreiche Verbindung von Theorie und Praxis. Im Mittelpunkt stehen dabei die Entwicklung von interkulturellen Ausbildungskonzepten, der Erfahrungsaustausch aller Projektbeteiligten und letztlich der nachhaltige Transfer der Projektergebnisse in die Regelausbildung für Sozialarbeit und Lehramt. So liegen bereits Handlungsempfehlungen für die Soziale Arbeit vor.
Weitere Zwischenergebnisse des Projekts: Studierende des Lehramtes und der Sozialen Arbeit unterstützen sich gegenseitig bei der Arbeit. Erprobt werden moderne Formen der Lernförderung wie die Kombination von Sport- und Sprachangeboten, Elemente der Theater- und Zirkuspädagogik sowie Zeitungsprojekte. Für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund auf der einen und Studierende auf der anderen Seite ergibt sich eine Win-Win-Situation: Die einen bekommen die benötigte Unterstützung, die anderen erwerben Schlüsselqualifikationen, die für die pädagogische Arbeit und somit für die eigene Berufslaufbahn immer wichtiger werden.
Am Modellvorhaben „Chancen der Vielfalt nutzen lernen“ sind Universitäten und Fachhochschulen in Aachen, Bochum, Düsseldorf, Köln, Münster, Paderborn und Siegen beteiligt. Das Projekt wird vom Land, den Kommunen und aus Mitteln des Europäischen Integrationsfonds finanziert.
Geschrieben von Administrator am 01.07.2011 um 11:59:08
Pressemitteilung MSW 22.02.2011
Schulministerin Sylvia Löhrmann und der Koordinierungsrat der Muslime haben heute in Düsseldorf offiziell Einvernehmen über eine Gemeinsame Erklärung zur Einführung eines bekenntnisorientierten Islamunterrichts erzielt. „Auf dem Weg zur Einführung eines islamischen Religionsunterrichts haben wir heute endlich nach jahrelangen Gesprächen den entscheidenden Durchbruch erzielt“, erklärte Ministerin Löhrmann.
In der Gemeinsamen Erklärung haben Schulministerium und Koordinierungsrat vereinbart, einen Beirat einzuberufen, der die religiösen Grundsätze der Muslime gegenüber dem Land formuliert und bei der Einrichtung und Durchführung des bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterrichts mitwirkt – so wie die Kirchen beim evangelischen und katholischen Religionsunterricht. Zur Umsetzung des Vorhabens ist eine Schulgesetzänderung erforderlich, die auch für die rechtliche Absicherung des Beiratsmodells sorgt.
Bei der Beiratslösung handelt es sich um eine zu befristende Übergangslösung, bis auf Seiten der Muslime die Anforderungen an eine Religionsgemeinschaft erfüllt sind. Die Mitglieder des Koordinierungsrates verstehen sich bereits als Religionsgemeinschaften. Die Landesregierung begrüßt die Bemühungen und die Entwicklung des Koordinierungsrates, die in den Rechtsstatus der Religionsgemeinschaft münden sollen.
Sylvia Löhrmann: „Die Gemeinsame Erklärung ist ein großer Erfolg für die 320.000 muslimischen Schülerinnen und Schüler in NRW, weil wir nun in absehbarer Zeit einen bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht einrichten können. Der Gesetzentwurf kann jetzt zeitnah fertiggestellt werden. Ich würde es begrüßen, wenn er – in Anknüpfung an die interfraktionelle ‚Integrationsoffensive Nordrhein-Westfalen’ vom 19. Juni 2001 – aus der Mitte des Parlaments in den Landtag eingebracht würde.“
Geschrieben von Administrator am 22.02.2011 um 04:05:21