Stadtschulpflegschaft Bonn

| Zum Hauptmenu.
| Zur Metanavigation.
| Direkt zum Inhalt.


 
Suche    Erweiterte Suche  

Themen

Partner

Eine Initiative der Schulelternschaft der Bundesstadt
Logo der Stadt Bonn

Mitglied der Landeselternkonferenz NRW
Logo Landeselternkonferenz Nordrhein-Westfahlen

Stadtschulpflegschaft Bonn auf Facebook



Eintrag vom:
21.02.2015

Neue Landesstelle für Gewalt- und Cybergewaltprävention an Schulen

Eine neue „Landesstelle für Gewaltprävention und Prävention von Cybergewalt an Schulen in Nordrhein-Westfalen“, die gemeinsam vom Schulministerium und der Stadt Düsseldorf getragen wird, ist jetzt an den Start gegangen. Neben der Vernetzung und Koordinierung von bereits bestehenden Gewaltpräventions-Programmen, stehen vor allem Maßnahmen und Konzepte gegen Cybermobbing im Fokus der Tätigkeiten. Schulministerin Sylvia Löhrmann: „Schule ist ein wichtiger Ort des gesellschaftlichen Zusammenlebens, an dem Gewalt, Mobbing und Cybermobbing keinen Platz haben dürfen. Deshalb müssen wir Kinder und Jugendliche darin bestärken, nicht wegzuschauen, sondern schon bei Anzeichen von Ausgrenzung und Gewalt bewusst einzuschreiten. Für Schülerinnen und Schüler ist die Erfahrung wichtig, dass sie das Schulklima verantwortlich mitgestalten können.“ Die neue Landesstelle hat ihre Arbeit im „Zentrum für Schulpsychologie“ (vormals „Schulpsychologische Beratungsstelle“) der Stadt Düsseldorf aufgenommen.

Cybermobbing ist eine Herausforderung für die Medienpädagogik in Schulen, der sich die Landeshauptstadt Düsseldorf seit 2008 stellt. In den vergangenen Jahren wurden gemeinsam mit dem Schulministerium, der Landesanstalt für Medien NRW und dem Zentrum für Medien und Bildung verschiedene Konzepte, Fortbildungen und Fachtage umgesetzt – zum Beispiel im Rahmen des Medienpasses NRW, zu Medienscouts NRW oder mit Einsatz von Präventionstheaterstücken. „Mit der Fachstelle Gewaltprävention an Schulen unterstützt die Stadt Düsseldorf seit vielen Jahren in bewährter und hervorragender Weise Aktivitäten gegen Gewalt in Schulen“, sagte der Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf, Thomas Geisel. „Ich freue mich sehr, dass es jetzt zu einer neuen Zusammenarbeit mit dem Schulministerium kommt und landesweit von hier aus Initiativen gegen Gewalt und insbesondere Cybergewalt in Schulen entwickelt werden können.“

„Opfer von Cybermobbing können selbst kaum etwas zur Veränderung der Situation beitragen und sind deshalb in besonderer Weise auf die Unterstützung von außen angewiesen“, erklärte Schulministerin Löhrmann. „Wir unterstützen die Schulen systematisch in ihrem Engagement gegen Gewalt und Ausgrenzung. Langfristig müssen Maßnahmen gegen Cybermobbing und Unterstützungskonzepte für die Opfer Teil eines jeden gewaltpräventiven Gesamtkonzeptes an jeder einzelnen Schule sein. Die neue Landesstelle soll den Schulen fortan eine wichtige zentrale Anlaufstelle sein.“

Zur Umsetzung der Aufgaben wird vom Schulministerium eine Lehrkraft an das Zentrum für Schulpsychologie abgeordnet, die in Kooperation mit der dortigen Fachstelle „Gewaltprävention an Schulen“ landesweit als „Landesstelle für Gewaltprävention und Prävention von Cybergewalt“ tätig sein wird.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der neuen Landesstelle:

Landesstelle für Gewaltprävention und Prävention von
Cybergewalt an Schulen in NRW
Zentrum für Schulpsychologie
Frau Müller-Spandick
Willi-Becker-Allee 10
40227 Düsseldorf
E-mail: .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen)
Telefon: 0211/89-22251

Presseerklärung des Schulministeriums vom 10.2.2015

Geschrieben von um am 21.02.2015

Eintrag vom:
06.06.2014

GEW, GSV und VBE: VerA ist inklusionsfeindlich und Schulen brauchen Unterstützung statt Testeritis

„VerA ist inklusionsfeindlich!“  und „Schulen brauchen Unterstützung statt Testeritis“
GEW, GSV und VBE legen Manifest vor.

„VerA ist inklusionsfeindlich. Die Vergleichsarbeiten, die bundesweit in Klasse 3 und 8 geschrieben werden, verschärfen den Leistungsdruck. Sie belasten Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler, ohne dass wir in der Umsetzung der Inklusion einen Schritt weiter kommen. Schulen brauchen Unterstützung – keine Testeritis“. Das stellen die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), der Grundschulverband (GSV) und der Verband Bildung und Erziehung (VBE) in ihrem VerA‐Manifest, das sie heute während einer Pressekonferenz in Berlin veröffentlicht haben, fest. „Gute Schule ist ein Lern‐und Lebensort, der Kindern und Jugendlichen eine umfassende Bildung und best‐mögliche Entwicklungschancen bieten soll. Deshalb darf die Qualitätssicherung nicht auf eine standardisierte Leistungsmessung verkürzt werden.“
***
„Wir geben sehr viel Geld für Maßnahmen zur Qualitätssicherung aus und wissen bis heute nicht wie bzw. ob diese wirken“, sagte GEW‐Vorsitzende Marlis Tepe. Sie wies darauf hin, dass „die Effekte von VerA mit Blick auf die Qualitätsverbesserung an Schulen nie von unabhängigen Forscherinnen und Forschern evaluiert“ worden seien. „VerA bürdet den Lehrerinnen und Lehrern viel zusätzliche Arbeit auf. Die Datenhuberei hilft aber nicht, an den Schulen sinnvolle Förderkonzepte zu entwickeln“, betonte Tepe. Eine aktuelle Pilotstudie der GEW zeige, dass mehr als 70 Prozent der Kolleginnen und Kollegen in den VerA‐Untersuchungen keinen Nutzen für ihren Unterricht entdecken können. Nicht einmal 50 Prozent der Befragten nutzten die Ergebnisse für Schulentwicklungsprozesse. „Aus Sicht vieler Lehrkräfte verfehlt die Kultusministerkonferenz (KMK) ihre für die VerA‐Untersuchungen proklamierten Ziele“, sagte die GEW‐Vorsitzende.
***
Qualitätssicherung sei unbestritten eine wichtige Aufgabe der Schule, betonte GSV‐Vorsitzende Maresi Lassek. „Aber sie ist anspruchsvoll und schwierig: Die Verfahren dürfen die untersuchten Aktivitäten nicht verfälschen.“ Notwendig sei ein breites methodisches Repertoire, „zu dem unter anderem auch Tests zählen. Sie stärken den Außenblick und bieten Vergleichsdaten aus repräsentativen Stichproben“. Aber Tests seien auch ein heikles Instrument. Im Rahmen von VerA seien deren Risiken nicht zureichend bedacht. „Schon 1999, lange vor VerA, hat der Grundschulverband eine Konzeption vor‐gelegt, wie die Rechenschaftsaufgaben im Schulsystem sinnvoll verteilt werden könnten und welche Verfahren dabei pädagogisch angemessen wären“, erinnerte die GSV‐Vorsitzende, deren Verband seit 2005 unter dem Titel Pädagogische Leistungskultur dafür auch konkrete Hilfen für die Grundschulen entwickelt hat.
***
VBE‐Bundesvorsitzender Udo Beckmann kritisierte: „VerA engt den Bildungs‐ und Erziehungsauftrag der Schulen unzulässig ein und verdeckt die schulischen Bedingungen vor Ort. Das Messen in zwei Fächern taugt nicht, um ernsthafte Aussagen über die Schulentwicklung zu treffen. Im schlimmsten Falle ignorieren die Testergebnisse die Situation an der Schule und demotivieren das Kollegium.“ Es sei ein Segeln unter falscher Flagge, so Beckmann, aus den flächendeckenden Tests den Lehrpersonen Impulse für das künftige Unterrichten zu versprechen. „Kein VerA‐Test hat bisher zu verbesserter Personalausstattung an der Schule, zu mehr Möglichkeiten individueller Förderung für Schüler, zu gezielten Fortbildungsangeboten für die Kolleginnen und Kollegen geführt.“ Beckmann bezeichnete es als „paradox“, dass VerA von den Lehrpersonen einen erheblichen zusätzlichen Zeitaufwand verlange und so Ressourcen verschwende, die in der Schul‐ und Unterrichtsentwicklung besser angelegt wären.
Info: VerA steht für Vergleichsarbeiten in der 3. und 8. Jahrgangsstufe (VerA‐3 bzw. VerA‐8) einer Schule. Vergleichsarbeiten sind schriftliche Arbeiten in Form von Tests, die flächendeckend und jahrgangsbezogen untersuchen, welche Kompetenzen Schülerinnen und Schüler zu einem bestimmten Zeitpunkt erreicht haben. Die Umsetzung lan‐desweiter Vergleichsarbeiten in allen Ländern der Bundesrepublik Deutschland ist Teil der Gesamtstrategie, die die Kultusministerkonferenz (KMK) 2006 zum Bildungsmonitoring verabschiedet hat.
Ziel des Bildungsmonitoring ist, die Kompetenzorientierung im Bildungssystem zu stärken. Die KMK verbindet mit den VerA‐Untersuchungen auch das Ziel, Schulentwicklungen anzustoßen. Ob diese KMK‐Ziele mit VerA erreicht werden können, ist noch nicht wissenschaftlich untersucht worden.

3. Gemeinsame Erklärung zu VerA 2014

Geschrieben von um am 06.06.2014


  • © 2014 Stadtschulpflegschaft Bonn