Max lernt anders. Alara auch.In der Grundschule Berg Fidel in Münster ist Inklusion schon seit Jahren selbstverständlich. Als pädagogisches Prinzip gilt hier: Jedes Kind braucht Förderung. Veröffentlichung MSW Von Martina Peters Max* konzentriert sich auf seine Rechenschiffchen. „Eins, zwei, drei, vier … – vier!“ Er ist stolz und strahlt den Besucher durch seine bunte Brille an. Max kann gut rechnen, kennt sich schon ganz gut am Computer aus und auch beim Schreiben macht er Fortschritte. Selbstverständlich ist das nicht, denn der zehnjährige Junge hat Trisomie 21. In der Ganztagsgrundschule Berg Fidel in Münster aber lernt er gemeinsam mit anderen, sogenannten „Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf“ und „normalen“ Schülerinnen und Schülern der Stufen 1 bis 4 in einer jahrgangsübergreifenden Klasse – ein inklusives, erfolgreiches Konzept. Die Grundschule Berg Fidel wurde 2009 mit dem Jacob-Muth-Preis ausgezeichnet, der von der Bertelsmann-Stiftung in Kooperation mit dem Bundesbeauftragten für behinderte Menschen und der deutschen UNESCO-Kommission vergeben wird. „Andernorts wäre Max lange nicht so weit …“, so ist sich seine persönliche Betreuerin, Julia Morrison, sicher. Sie arbeitet als Integrationshilfe an der Münsteraner Grundschule im sozialen Brennpunkt Berg Fidel und unterstützt damit Klassenlehrerin und Sonderpädagogin Barbara Wenders sowie Lehrer und Schulleiter Reinhard Stähling in der „Mohnblumenklasse“. Barbara Wenders: „Ich bin sicher: Jede Grundschule könnte morgen anfangen, inklusiv zu arbeiten. Alles steht und fällt mit dem Umdenken des Kollegiums, mit der Bereitschaft, eine Beziehung zu allen Schülern aufzubauen, den Unterricht flexibel zu gestalten und organisatorisch kreativ zu werden. Die Belastung ist nicht höher, das Ergebnis motiviert jeden Lehrer in seiner pädagogischen Arbeit.“ Lesen Sie weiter ... Geschrieben von Administrator am 09.06.2011 Alle Einträge aus der Kategorie: GU / Inklusion |