Presseveröffentlichung Spiegel Online 13.07.10
Das deutsche Schulsystem kennt Gewinner und Verlierer, die Kluft wächst. Die Hamburger Schulreform mit gemeinsamem Lernen bis Klasse sechs weist einen Weg in die Zukunft, findet die CDU-Politikerin Rita Süssmuth - ein Plädoyer für weniger Ausgrenzung und mehr Chancen für alle.
Leben heißt Lernen. Das gilt für alle. Doch faktisch sind die Lernchancen höchst ungleich verteilt. Das ist allgemein bekannt - und gilt nicht nur in den Familien, sondern ebenso im öffentlich organisierten Bildungswesen.
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Die Kluft zwischen Bildungsgewinnern und Verlierern wird keineswegs kleiner - sie weitet sich mehr und mehr aus. Das belegen auch die jüngst vorgelegten Bildungsberichte aufs Neue, und zwar vom kürzlich erschienenen nationalen Bericht “Bildung in Deutschland” über die Unicef-Studie “Zukunft für Kinder” bis zu den Uno-Aussagen zu Bildung in Deutschland für das Jahr 2010.
Allzu lange gingen die Bildungsverantwortlichen davon aus, dass die alte Bundesrepublik über ein gutes Bildungsniveau verfüge; erst die internationalen Schulleistungsvergleiche ließen sie erschrocken aufhorchen. Den Höhepunkt bildeten die Ergebnisse der Pisa-Studie 2003.
Seitdem reißt die Bildungsdebatte nicht ab. Aber wirksame Reformen für alle, insbesondere für die Bildungsbenachteiligten, kommen nur schleppend voran.
Über Strukturreformen wird regelrecht gestritten - inhaltliche Reformen wie zum Beispiel Abbau der Stofffülle, Entrümpelung der Lehrpläne und Befähigung der Pädagogen zu mehr individueller, prozessorientierter Lernförderung finden hingegen einen breiteren Konsens.
Ausbildung der Lehrer - sträflich vernachlässigt
Geschrieben von Administrator am 13.07.2010 um 02:25:07
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