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Schulministerin Löhrmann bei der GEW

1/4 der Kommunen diskutiert längeres gemeinsames Lernen

Pressemitteilung GEW-NRW 18.06.2011

Noch vor der Sommerpause wird ein Entwurf für die Verankerung der Gemeinschaftsschule im Schulgesetz eingebracht. Auf dem Gewerkschaftstag ihrer Gewerkschaft GEW zeigte sich Schulministerin Löhrmann optimistisch, mit der CDU einen Konsens zu finden und die Hauptschule aus der Verfassung zu streichen. Löhrmann sprach sich erneut gegen eine Festschreibung von Schulformen in der Verfassung aus, dies sei “zu statisch angelegt”. Überdies werde von Landesseite keine Schulform abgeschafft.

“Trotz OVG-Urteil wird jetzt in gut einem Viertel der Kommunen in NRW über das längere gemeinsame Lernen diskutiert, darüber freue ich mich sehr”, erklärte Löhrmann unter dem Beifall der knapp 400 Delegierten. Von insgesamt 55 Kommunen lägen konkrete Interessensbekundungen zur Einrichtung einer Gemeinschaftsschule vor. Diese Entwicklung nach nur elf Monaten Regierungsarbeit wertete Löhrmann als großen Erfolg. Mit Hilfe der Bildungskonferenz sei es gelungen, das Lagerdenken in der Schulpolitik aufzubrechen. Löhrmann wörtlich: “Die Arbeit war es wert!”

Insgesamt hielt die grüne Schulministerin mit den Erfolgen ihrer Schulpolitik nicht hinter dem Berg. Für die rot-grünen Reformen - von der Abschaffung der Studiengebühren bis zur Abschaffung der Kopfnoten und der Übergangsempfehlung für die weiterführenden Schulformen - erhielt sie auch große Zustimmung von den Delegierten.

Löhrmann wies auf die gewältigen Aufgaben in der Frage der Inklusion. Die Umsetzung der UN-Konvention und sei ein Paradigmenwechsel. “Wir müssen das schaffen!” appellierte Löhrmann an die versammelten Delegierten.

In der lebhaften Debatte im Anschluss an das Referat wurde deutlich, dass die GEW die Ziele der Landesregierung in Sachen Inklusion teilt, aber mehr Ressourcen dafür erforderlich sind und die Rahmenbedingungen für individuelle Förderung und mehr schulische Qualität verbessert werden müssen. Eine Delegierte warnte: “Die Eltern wollen bestmögliche Förderung ihrer Kinder. Wenn die Bedingungen aber nicht stimmen, fährt das Projekt Inklusion gegen die Wand.”

Geschrieben von Administrator am 18.06.2011

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