Stadtschulpflegschaft Bonn

| Zum Hauptmenu.
| Zur Metanavigation.
| Direkt zum Inhalt.


 
Suche    Erweiterte Suche  

Partner

Eine Initiative der Schulelternschaft der Bundesstadt
Logo der Stadt Bonn

Mitglied der Landeselternkonferenz NRW
Logo Landeselternkonferenz Nordrhein-Westfahlen

Stadtschulpflegschaft Bonn auf Facebook



Lernen mit Ditigalen Medien - Teil 2

Die Stadtschulpflegschaft Bonn lädt ein zu Vortrag und Diskussion

Lernen mit digitalen Medien 2020 - Teil 2

Referent:  Wolfgang Dax-Romswinkel
Medienberater und Leiter des Medienzentrums des Rhein-Sieg-Kreises

Wann:  Mittwoch, 28.6.2017 , 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr

Wo:    Mensa des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums, Endenicher Allee 1 53115 Bonn
        Die Mensa ist über die Wegelerstraße zu erreichen.

“Lernen mit digitalen Medien 2020 Teil 2” 

“Lernen mit digitalen Medien 2020 Teil 2” 
Digitalisierung, Bildung 4.0, Gute Schule 2020

• Vorstellung der Schlüsselelemente zur Medienentwicklung in Ihrer Schule: pädagogische Entwicklung, Organisation, Ausstattung und Fortbildung für den digitalen Unterricht
• Information zu der geplante Ausstattung der Bonner Schulen im Programm Gute Schule 2020
• Was gibt es an digitalen Endgeräten und Präsentationstechnik, z.B. interaktive Tafeln?

Wolfgang Dax-Romswinkel, langjähriger Medienberater im Kompetenzteam des Rhein-Sieg-Kreises und pädagogischer Leiter des dortigen Medienzentrums wird in einem etwa einstündigen Vortrag viele dieser Punkte ansprechen und versuchen, Antworten zu geben. Im Anschluss wollen wir mit dem Referenten und vor allem mit Ihnen darüber ins Gespräch kommen und Ihre Fragen zum Thema diskutieren.
Wir würden uns über Ihr Kommen freuen!


Karen Bißeling - Elternteilnehmende im Arbeitskreis Medien der Bertold-Brecht-Gesamtschule Bonn
Dr. Ulrich Meier – Vorsitzender der Stadtschulplfegschaft Bonn

Geschrieben von um am 24.06.2017

Alle Einträge aus der Kategorie:

Toilettenreinigung an Bonner Schulen

Das Thema Schulreinigung und insbesondere die Reinigung der Toiletten begleiten uns schon seit vielen Jahren in Bonn.
Nachhaltige Änderungen wurden nur auf Initiativen von Schulpflegschaften erreicht, die über den Förderverein eine Reinigungskraft einstellten, die für eine Zwischenreinigung der Toiletten sorgt.

Aus Sicht der Stadtschulpflegschaft kann es aber nicht sein, das Eltern für die Reinigung und hygienisch gute Verhältnisse der Schultoiletten zuständig sind. Dies ist eine Pflichtaufgabe der Stadt Bonn.
Notwendig ist mindestens eine Zwischenreinigung während des Tages.
Das Städtische Gebäudemanagement (SGB) hat die Kosten für eine zusätzliche Zwischenreinigung berechnet und kam zu einem so hohen Betrag, dass dieser Weg zunächst ausgeschlossen wurde.

Welche Möglichkeiten gibt es?

Nun gibt es zwei Möglichkeiten:

  • - es bleibt wie es ist
    Das ist keine gute Möglichkeit, da dieses Thema somit weiterhin ein Dauerthema bleiben wird. Welche Probleme werden sich durch mangelnde Hygiene im Bereich der Schultoiletten ergeben? Sollen Schüler*innen weiterhin auf den Toilettengang verzichten bis sie zu Hause sind? Reinigungskräfte werden in einigen Schulen über Fördervereine eingestellt. Das ist finanzielle aber nur möglich, wenn die Schulen über eine ausreichende Größe verfügen und die Eltern in der Lage sind,  die freiwilligen Beiträge zu leisten. Dies wird zu einer sozialen Schieflage führen. Der formale Aufwand für die Einstellung von Reinigungskräften in der Form von Minijobs ist sehr hoch: Stundennachweise müssen erstellt werden, es kann zu Überprüfungen durch den Zoll kommen wegen Einhaltung der Mindestlohnvorschriften, Steuer- und Sozialabgaben Überprüfung.
  • Toiletten werden zusätzlich gereinigt
    Eine Zwischenreinigung der Toiletten ist unbedingt notwendig. Es stellt sich die Frage, ob diese Reinigung kostenneutral erfolgen kann. Hier muss unterschieden werden nach der Größe von Schulen oder Schulzentren :
    • Größere Systeme:
      Forderung nach einer Reinigungskraft vor Ort
      Bei großen Systemen z.B. Berufskollegs,  Schulzentren wie Tannenbusch (Realschule, Gymnasium )  oder Hardtberg (Hauptschule, Gymnasium), 6 zügige Gesamtschulen, 4-6 zügige Gymnasien macht es Sinn, eine ständige Reinigungskraft vor Ort einzusetzen. Aufgabe: Kontrolle und notwendige, zusätzliche Reinigung der Toilettenanlagen
    • kleinere System z. B. Grundschulen :
      Forderung nach Reinigungskraft, die an mehrere Schulen eine Zwischenreinigung vornimmt
      Eine Zwischenreinigung ist sinnvoll und sollte ausreichend sein. Der zusätzliche Arbeitsaufwand ist aber zu gering für eine fest zugeordnete Reinigungskraft. Ein Lösungsansatz ist es, diese kleineren System ortsnah zusammen zufassen. Dies würde den Aufwand und Kosten minimieren. Voraussetzung ist allerdings, dass diese kleineren Systeme zusammen von einer Reinigungsfirma   gereinigt werden. Eine Reinigungskraft würde dann die einzelnen Schule dieser Gruppe abfahren und die Zwischenreinigung vornehmen.

Lösungsansatz des SGB für größere Systeme

Das SGB hat nun für die große Systeme eine kostenneutrale Lösung vorgeschlagen:

Jede dieser Schulen oder Zentren hat einen eigenen Reinigungsetat. Es soll Reinigungszeit ohne gravierenden Qualitätsverlust an einer Stelle eingespart werden. Diese eingesparte Reinigungszeit kann dann für eine zusätzliche Toilettenreinigung eingesetzt werden.

Einsparpotential ergibt sich rechnerisch aus der Reinigung der Flurbereiche ab dem 1. OG, da von einem geringeren Schmutzeintrag ausgegangen wird. Diese Flächen sollen anstatt 5-mal pro Woche nur noch 2,5-mal pro Woche (eine Woche 3-mal, die andere Woche 2-mal) gereinigt werden.

Basierend auf dieser Vorgabe hat das SGB die so eingesparte tägliche Reinigungszeit für einige Beispiele berechnet. Es sollte ein Wert von mindestens 2 Stunden tägliche Reinigungszeit für die Toiletten herauskommen. Diese „eingesparte“ Reinigungszeit soll zur zusätzlichen Toilettenreinigung verwendet werden.

Dieser Vorschlag kann nur in einer engen Zusammenarbeit mit den Hausmeistern und Schulleitungen funktionieren.  Die Hausmeister kennen die Situation vor Ort am besten und wissen, was möglich und machbar ist. Sie müssen auch bereit sein, sich auf diesen Vorschlag einzulassen.

Offene Fragen

Es stellen sich unter anderem folgende Fragen:
·  Wie wirken sich die Einsparungen auf die Reinigungsqualität der Flure aus?
·  Kann vielleicht an anderer Stelle besser eingespart werden?
·  Wie verändert sich der Zustand der Toiletten? Werden diese häufiger von Schüler*innen benutzt?
·  Verringert sich der Reinigungsaufwand der Toiletten insgesamt durch die zusätzliche Zwischenreinigung? (Weniger starke erschmutzung beschleunigt die Reinigung)
·  Ist es sinnvoll, für stark genutzte Toiletten eine zweimalige Zwischenreinigung durchzuführen (am Anfang und Ende der zusätzlichen Reinigungszeit)?
·  Müssen alle Toiletten täglich zwischen gereinigt werden oder reicht in einigen Fällen eine Kontrolle aus?
·  Kann diese Zeit auch für eine Reinigung von Schulräumen eingesetzt werden, wenn am Nachmittag/Abend eine   öffentliche Veranstaltung stattfindet?

Das SGB hat vorgeschlagen, dieses Modell und die entsprechenden Fragestellungen in Pilotprojekten zu testen.
Voraussetzung ist aber, dass der Gebäudereiniger, die Hausmeister und die Schulleitung   freiwillig an diesem Versuch mitmachen und die Eltern dies unterstützen. Es gibt keine vertragliche Verpflichtung, an diesem Pilotprojekt teilzunehmen.

Bis jetzt hat sich leider nur ein Gebäudereiniger bereit erklärt, an so einem Pilotprojekt teilzunehmen. Es ist die Reinigungsfirma des Schulzentrum Tannenbusch, an dem die Freiherr-vom-Stein Realschule und das Tannenbusch Gymnasium untergebracht sind. Dieses Pilotprojekt startet Anfang Mai.

Mehr Pilotprojekte sind notwendig
Der Lösungsansatz, Verschiebung des Schulreinigungsetats hin zur Toilettenreinigung, ist sicherlich nur auf größere Systeme übertragbar. Es wäre wünschenswert, wenn auch an anderen Schulen oder Zentren ein Pilotprojekt gestartet werden könnte. Je mehr Erfahrungen gesammelt werden, umso besser kann die Wirksamkeit und Machbarkeit beurteilt werden. Dazu bedarf es noch Verhandlungen des SGB’s mit den Beteiligten, insbesondere den Reinigungsfirmen.

Ausschreibung der Schulreinigung im Jahr 2017
Im Oktober 2017 schreibt das SGB die Reinigung von ca. 250 Objekten neu aus, darunter viele Schulen. Im Erfolgsfall kann schon bei der Ausschreibung dieses Konzept mit berücksichtigt werden, und es können in die Verträge entsprechende Klauseln aufgenommen werden. Damit können die Gebäudereinigungsfirmen zu dieser Form der Reinigung verpflichtet werden.
Da im August die Ausschreibungsunterlagen erstellt sein müssen, ist bis Ende Juni/Anfang Juli 2017 Zwischenbilanz zu ziehen

Fazit:

Der hier gefundene Lösungsansatz des SGB für größere Systeme ist ein pragmatischer Ansatz:
•  Zusätzliche finanzielle Mittel stehen in absehbarer Zeit nicht zur Verfügung.
•  Die Behandlung des Problems „Leistungskennzahlen“ (Reinigung von Fläche (m²) pro Stunde) wird außen vor gelassen.
•  Die Bezahlung der Reinigungskräfte wird nicht angesprochen.

Diese Diskussionen werden schon seit Jahren geführt, und eine Lösung ist auch in absehbarer Zeit nicht herbei zu führen.  Wir brauchen aber jetzt eine Lösung. Diese Lösung wird durch den pragmatischen Ansatz hoffentlich herbeigeführt.

Lösungen für die Grundschulen

Einsparpotential gibt es den Grundschulen nicht. Vielmehr brauchen viele Grundschulen schon jetzt zusätzliche Mittel für die tägliche Reinigung, insbesondere Schulen mit OGS Betrieb.
Für die Zwischenreinigung müssen also zusätzliche Mittel bereitgestellt werden, wenn das Problem der Toilettenreinigung wirkungsvoll angegangen werden soll.
Um die Kosten möglichst gering zu halten, sollten räumlich nahe beieinander gelegene Grundschulen als eine Gruppe betrachtet werden, die von einem Gebäudereiniger über die Mittagszeit nacheinander gereinigt werden.
Dieses Modell müsste für mehrere Grundschul-Gruppen durchgerechnet werden, um die Kosten zu ermitteln.
Wünschenswert wäre es, auch hier Pilotprojekte durchzuführen. Dazu müssten aber die Mittel zusätzlich bereitgestellt werden.
Die Stadtschulpflegschaft fordert, diese Mittel bereitzustellen,  damit auch für die Grundschulen und kleinere Haupt-, Real- und Gesamtschulen sowie Gymnasien Pilotprojekte gestartet werden können und eine praktikable Lösung gefunden werden kann.

Geschrieben von um am 04.05.2017

Alle Einträge aus der Kategorie:

Schulschwimmen in Bonn

Stellungnahme der Stadtschulpflegschaft

Am 27. März 2017 hat die Stadtschulpflegeschaft Bonn zu einer Podiumsdiskussion zum Thema
„Neues Schwimmbad und die Bäderlandschaft in Bonn -Auswirkungen auf das Schulschwimmen“ eingeladen. Teilnehmer des Podiums waren Herr Dr. Bernd Paschelke Elternvertreter Bad Godesberg, Frau Anja Niemeier, Elternvertreterin Bonn Nord, Herr Herman Ulrich, Projektentwickler der Firma Ulrich Hartung sowie Herr Stefan Günther, Leiter des Sport- und Bäderamt der Stadt Bonn.
Moderiert wurde die Veranstaltung von Herr Dr. Ulrich Meier, Vorsitzender der Stadtschulpflegschaft Bonn. Die dort diskutierten Punkte und weitere Ergänzungen sollen in diesem Dokument zusammenfassend dargestellt werden.

Dieses PDF- Dokument kann hier heruntergeladen werden.

Die Schulgruppe Grundschulen der Stadtschulpfegschaft Bonn hat einen offenen Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Bonn, Herrn Sridharan verfasst, in dem Bedenken und Fragen formuliert wurden.
Dieses PDF-Dokument kann hier heruntergeladen werden.

Vorbemerkung

Die Stadtschulpflegschaft ist der Zusammenschluss aller Schulpflegschaften der Stadt Bonn.
Aus der Satzung:
• Die Stadtschulpflegschaft ist überparteilich und konfessionell nicht gebunden.
• Die Aufgaben der Stadtschulpflegschaft ergeben sich aus dem verfassungsrechtlich garantierten Recht der Eltern und Erziehungsberechtigten, an der Gestaltung des Schulwesens mitzuwirken und die Interessen der Schüler und Schülerinnen in der Stadt zu vertreten.
Daraus ergibt sich unmittelbar, dass die Stadtschulpflegschaft zum Bürgerentscheid für das Kurfürstenbad keine Position beziehen kann und wird.
Der einzige Aspekt, den wir betrachten möchten und dazu Fragen haben, ist das Thema Schulschwimmen und wie sich die Neuordnung der Bäderlandschaft auf die Organisation des Schulschwimmens auswirken wird.

Bedeutung des Schulschwimmens

Beim Schulschwimmen sind mehrere Aspekte zu betrachten. Ein wichtiger Aspekt ist das Erlernen von elementaren Schwimmfähigkeiten. Gleichzeit ist Schwimmen als Teil des Schulsports mit den verschiedenen Kompetenzen zu verstehen.

In vielen Familien erlernen die Kinder das Schwimmen schon während der Kindergartenzeit durch den Besuch entsprechender Schwimmkurse.
Diese Möglichkeit wird aber von Familien, die aus sozial schwachen Verhältnissen stammen, kaum genutzt. Für diese Kinder ist das Schulschwimmen der Ort des schwimmen Lernens. Bei Familien mit Migrationshintergrund stellt sich noch das Problem des Schwimmunterrichts von muslimischen Mädchen. Dieses Thema bedarf eines sensiblen Umgangs aller Beteiligten.

Die Schulbezirke Bonn Nord, Tannenbusch,  Dransdorf als Teil des Schulbezirks Bonn West sowie Hardtberg West sind Bezirke mit einer entsprechenden Sozialstruktur (siehe Entwicklungsplan Grundschulen der Stadt Bonn).

Rechtliche Vorgaben und Lehrplan Sport

Im § 79 des Schulgesetzes ist festgelegt, das der Schulträger „die für einen ordnungsgemäßen Unterricht erforderlichen Schulanlagen, Gebäude, Einrichtungen und Lehrmittel bereitzustellen und zu unterhalten sowie das für die Schulverwaltung notwendige Personal und eine am allgemeinen Stand der Technik und Informationstechnologie orientierte Sachausstattung zur Verfügung“ stellt.
Allerdings sind die Schulträger nicht verpflichtet, eigene Bäder vorzuhalten. Sie können den Unterricht auch über Bäder der Nachbargemeinden abdecken. Die Transportkosten zahlt die Kommune. So könnte die Stadt Bonn Bahnen im Schwimmbad Berkum mieten und Bad Godesberger Schulen zur Nutzung zur Verfügung stellen, wenn dies gewünscht ist.

Im Lehrplan Sport für die Grundschulen werden die Kompetenzen festgelegt, die bis zur 4. Klasse erreicht werden sollen, hier einige Auszüge:
• Springen ins Wasser
• Orientierung unter Wasser und holen von Gegenstände mit Händen aus schultertiefem Wasser
• Schwimmen 25 m ohne Unterbrechung mit einer ausgewähltem Schwimmform in Grobform.
Schwimmabzeichen können erworben werden, der Erwerb ist aber nicht verpflichtend.
Für die 4 Grundschuljahre sind mindestens 30 Stunden für Schulschwimmen vorzusehen.

In der Sekundarstufe I sollen folgende Kompetenzen erworben werden:
• sicher und ausdauernd schwimmen
• kopf- und flusswärts springen
• tauchen
Jugendschwimmabzeichen in Bronze ist verpflichtend, Jugendschwimmabzeichen in Silber ist anzustreben.
Das Ziel ist eindeutig, die Schüler*innen zu sicheren Schwimmern zu machen. Der Gesamtumfang des Schulschwimmens soll 50 bis 60 Stunden, abhängig von der Schulform, betragen.

Im Lehrplan Sport werden minimale Ziele festgelegt, über deren Ausweitung natürlich gesprochen werden kann.


Weitere Rahmenbedingungen
• Im Erlass (2014) des Schulministeriums zur „Sicherheitsförderung im Schulsport“ ist festgelegt worden, dass die Lehrkräfte „Rettungsfähig“ seine müssen. Die Rettungsfähigkeit muss alle 4 Jahre aufgefrischt werden. Dieser sicherlich sinnvolle Erlass kann in der Praxis dazu führen, dass der Schwimmunterricht z.B. wegen fehlender geeigneter Lehrkräfte auf zwei Schuljahre reduziert werden muss. Auch die Frage der Lerngruppengröße spielt eine Rolle. Sofern pädagogische Maßnahmen nicht auf eine gemeinsame Arbeit von Schwimmerinnen bzw. Schwimmern und Nichtschwimmerinnen bzw. Nichtschwimmern abgestellt sind, muss in getrennten Lerngruppen unterrichtet werden. (VEB NRW). Dies muss im Einzelfall betrachtet werden.
Diese Vorgaben können also dazu führen, dass in einzelnen Jahrgängen kein Schwimmunterricht angeboten werden kann.
Krankheitsbedingte Ausfälle von Lehrer*innen können zu einer Verschärfung der Situation führen.
• Für das eigentliche Schwimmen müssen mindestens 30 Minuten vorgesehen werden. Der größere Teil der insgesamt vorgesehen Zeit wird für die An- und Abfahrt sowie Umziehen, Duschen etc. benötigt.
• Der Schwimmunterricht muss in dem Unterrichtsplan verankert werden. Aus diesem Grund sind feste Zeiten und Bahnzuordnungen an einem bestimmten Schwimmbad wichtig.
• Die Städtischen Bonner Schwimmbäder müssen umfangreich saniert werden. Dies führt zwangsläufig zu einer Reorganisation der Schwimmbad Zuteilung für die Schulen. Diese Reorganisation muss in Abhängigkeit von der Anzahl zu sanierender Schwimmbäder mehrfach durchgeführt werden.
Von diesen Maßnahmen sind auch die Schwimmsport-Vereine betroffen. Erinnert sei an die Verwendung der Turnhallen für die Unterkunft von Flüchtlingen. Diese Situation war für einige Sportvereine existenzbedrohend.
• Notwendige Sanierungen von Autobahnbrücken und Erneuerung des „Tausendfüßlers“  bis in das Jahr 2027 werden auch den innerstädtischen Verkehr behindern und kann zu einer Verlängerung von Fahrzeiten führen.
• Die Bevölkerung in wächst. Damit einhergehend müssen neue Schulen gebaut und bestehende erweitert werden. Somit steigt auch die Nachfrage nach Bahnzeiten in Schwimmbädern.


  Aus:  Schulentwicklungsplan 2016/2017 Grundschulen der Bundesstadt Bonn

Bäderlandschaft in Bonn


Skizze erstellt durch Herman Ulrich, Ulrich Hartung GmbH

Schwimmbäder, die für Schulschwimmen konzipiert sind
• Hardtberg Bad
• Beueler Bütt
• Frankenbad (Schließung vorgesehen)
• Kurfürstenbad (Geschlossen, dauerhafte Schließung vorgesehen)
• Schwimmbad Sportpark Nord (Schwimm- und Sportfreunde Bonn)
• Neues geplantes Schwimmbad in Dottendorf

Des Weiteren gibt es in Bonn noch mehrere Lehrschwimmbäder, die Schulen zugeordnet sind und auch von anderen Schulen genutzt werden
• Rheinschule
• Derletalschule
• Bodelschwingschule
• Konrad-Adenauer Gymnasium
• Ludwig-Richter Grundschule

Schulen in Bonn



Quelle: stadtplan.bonn. de:  stadtplan.bonn.de -> Gesellschaft -> Schulen

Hinweis: Das Symbol von Bonns Fünfter wird durch das Symbol von der auslaufenden Gottfried-Kinkel Realschule überdeckt. .


Aspekte zur Organisation des Schulschwimmens

Zeitmanagement ist eine zentrale Herausforderung für das Schulschwimmen.
Hin- und Rückfahrt, Umkleiden, Duschen sind dabei wichtige Faktoren.
Beginnend von dem Schwimmbad und dann zum Thema Hin- und Rückfahrt sollen Fragen gestellt werden und daraus auch Anforderungen entwickelt werden.

Anforderungen an Schwimmbäder für das Schulschwimmen

Unabhängig von der Diskussion über ein neues Schwimmbad können Fragen für das Schulschwimmen an ein Schwimmbad formuliert werden.

• Wie viele Klassen/Lerngruppen haben gleichzeitig Schwimmunterricht?
• Gibt es genügend Haltestellen für Busse? Dabei ist zu berücksichtigen, dass Busse eine Klasse hinbringen und die nächste Klasse für die Heimreise abholen.
• Gibt es genügend Umkleideräume und Spinde?
• Gibt es eine ausreichende Anzahl Duschen, Möglichkeiten zum Haare trocknen?
• Sind die Sammelplätze für die Abfahrt ausreichend groß?
• Gibt es neben den Lehrbecken auch Therapiebecken? Dies ist insbesondere für Kinder mit Förderbedarf von Wichtigkeit.
• Barrierefreiheit ist eine wichtige Anforderung

Von der Schule zum Schwimmbad und zurück

Eine einfache Betrachtung der Problematik wäre es, die Entfernung von der südlichsten Grundschule am Domhof zum vorher genutzten Kurfürstenbad und neu geplanten Schwimmbad in Dottendorf sowie von der nördlichsten Grundschule, die KGS Buschdorf zum bisher genutzten Frankenbad und zum neu geplanten Schwimmbad in Dottendorf zu vergleichen.
Basierend auf Google und Falk Routenplaner kommt man in Summe für Hin- und Rückfahrt auf eine ca. 15 Minuten längere Fahrtzeit.  Wie Praxisrelevant diese Ergebnisse wäre eine zu klärende Frage.

Als Alternative für die Grundschule am Domhof käme noch die Nutzung des Schwimmbades Berkum in Betracht mit einer Distanz 6,9 km und Fahrtzeit für eine Richtung von 11 Minuten oder 22 Minuten für Hin- und Rückfahrt.

Die Verlängerung der Fahrzeit um 15 Minuten kann in Praxis dazu führen, dass die mindestens 30 minütige Schwimmzeit nicht eingehalten werden kann.

Die Frage ist, ob dieses einfache Vorgehen die jetzige und zukünftige Praxis wiederspiegelt.

In den folgenden Tabellen wird die aktuelle Belegung des Frankenbades und Sportpark Nord dargestellt.
Man kann erkennen, dass Kapazitäten zum Teil im Sportpark Nord nicht genutzt werden und eine neue Zuordnung notwendig ist, sobald weitere Bäder zur Verfügung stehen oder wegfallen.

Letztendlich muss aber die gesamte Zuordnung der Bahnzeiten zu den Schulen auf den Prüfstand stehen.



Nutzung Sportpark Nord 2016/2017

Nutzung Frankenbad 2017


                                                      Quelle: Dokument 1710305ST2 Schulausschuss 2.3.2017

Beeinflussende Faktoren für die Organisation von Schulschwimmen

Die Zuordnung von Bahnzeiten zu den einzelnen Schulen ist ein komplexer Vorgang.
Unter anderem sind folgende Faktoren zu berücksichtigen.

     
  • Fahrtzeiten sind abhängig von
    • Uhrzeit wegen Berufsverkehr
    •      
    • Die Gesamtverkehrssituation im Bonner Raum wird beeinträchtigt durch Autobahn-Sanierungen und Ersatzbauten bis mindestens 2026. Diese Beeinträchtigung hat Auswirkung auf den lokalen Verkehr.
  • Verfügbarkeit von Schwimmbädern ändert sich

           
    • Es müssen die vorhandenen Bäder saniert werden
    •      
    • abhängig vom Bürgerentscheid Neubau Schwimmbad Dottendorf und Wegfall Frankenbad             oder           Sanierung Kurfürstenbad und Frankenbad
  • Berücksichtigung der Lehrschwimmbäder an Schulen
  • Berücksichtigung der Unterrichtspläne der Schulen und dadurch Zeitfenster für das Schulschwimmen
  • Nachhalten der Nutzung von Bahnzeiten der Schulen.
    Es müsste nachgefragt werden, warum Bahnzeiten nicht genutzt werden. Bei längerem
    Ausfall könnte eine Zuordnung zu anderen Schulen erfolgen.

  • Fehlen von rettungsfähigem Lehrpersonal an Schulen
    Kann diesen Schulen durch Bereitstellung von Aufsichtspersonal geholfen werden?
    Dabei ist der Erlass zur Sicherheit im Schulsport zu beachten

Durch Betrachtung dieser Faktoren ist ersichtlich, dass eine Reduzierung auf den Aspekt Strecke/Fahrtzeit von Schule A zu Schwimmbad B der Komplexität der Organisation von Schulschwimmen nicht genügt.

Vorschlag für weiteres Vorgehen

Es wäre sinnvoll, einen Arbeitskreis zu gründen, der sich mit dieser und weitere Fragestellung befasst. Ein erfolgreiches Beispiel war das Vorgehen der Stadtverwaltung bei der Erstellung des Konzepts für die Schulbegleitung/Inklusionsassistenten.

Dieser Arbeitskreis sollte sich Zusammensetzen aus Verwaltung (Sport- und Bäderamt, Schulamt, Städtisches Gebäudemanagement), Schulleitungen und Schwimmsport-Vereine.
Elternbeteiligung ist wünschenswert in den Punkten
• Welchen Stellenwert hat Schulschwimmen und wird dies durch die Anforderungen der Sportlehrpläne abgedeckt?
• Erfahrungsberichte der betroffenen Kinder
• Generelle Einbindung in den Entscheidungsprozess, um für ein transparentes Verfahren zu sorgen.

Für die eigentliche Organisation des Schulschwimmens ist sicherlich ein EDV gestütztes System notwendig. Ein listengeführtes System kann dieser komplexen Aufgabe nicht mehr gerecht werden. Es ist einfach zu aufwändig und fehlerträchtig. 

 

Eine abschließende Bemerkung

Schulschwimmen ist nur eine Herausforderung von vielen, denen sich schulischen Akteure stellen müssen und in diesem Kontext sollte man den Stellenwert des Themas betrachten:

Viele Bonner Schulen müssen saniert werden. Es fehlen Klassenräume, um die wachesende Zahl von Schüler*innen gut zu beschulen.
Für die OGS an Grundschulen werden Mensen benötigt.
Der digitale Ausbau der Schulen muss weiter vorangetrieben werden. Damit gekoppelt ist die Thematik des Einsatzes im Unterricht und Fortbildung von Lehrkräften.

Mittel werden vom Land über das Programm „Gute Schule 2020“ für die nächsten 4 Jahre im Gesamtumfang von 17 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Es eröffnet sich die Chance bei diesem Vorhaben von den Bedürfnissen von Schüler*innen und Lehrern auszugehen und pädagogische Konzepte in bauliche Maßnahmen umzusetzen. Das Ganze innerhalb des Vorgegebenen finanziellen Rahmens. Dazu bedarf es noch vieler Gespräche.

Die OGS Einrichtungen müssen weiterer ausgebaut werden. Dabei sollten auch Kriterien wie die Berufstätigkeit beider Elternteile,  Alleinerziehende, soziale schwache Familien und Familien mit Migrationshintergrund besondere Beachtung finden.

Ein wichtiges Thema ist die inklusive Beschulung von Kindern mit sonderpädagogischen Förderbedarf sowie die Funktion und Rolle von Förderschulen
Hier stellt sich Immer wieder die Frage nach personellen und sächlichen Ressourcen.

Durch die wachsende Bevölkerung müssen immer mehr Kinder beschult werden. Dies führt insbesondere in den Grundschulen zu größeren Klassen. Diese Situation in Kombination mit den inklusiven Beschulung von Kindern mit sonderpädagogischen Förderbedarf sowie der Beschulung von Flüchtlingskindern stellt eine sehr große Herausforderung dar.

Ein Dauerthema ist die Gebäude- und Toilettenreinigung.

Zurzeit wird ein Konzept zur Gewaltprävention in Bonn mit allen Akteuren erstellt.

Frage Gymnasien wohin geht der Weg: G8 oder G9 oder Zwischenformen?
Dies kann nicht nur eine Strukturdebatte sein. Es müssen auch inhaltliche und gesellschaftliche Probleme betrachtet werden.

Unterrichtsaufall ist ein Thema, dass sich in der Zukunft durch die Pensionierungswelle von Lehrkräften noch verschärfen wird.

 

 

 

Geschrieben von um am 04.05.2017

Alle Einträge aus der Kategorie: Bonner Schulen 

Seite 1 von 223 Seiten  1 2 3 >  Letzte »

  • © 2014 Stadtschulpflegschaft Bonn