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Toilettenreinigung an Bonner Schulen

Das Thema Schulreinigung und insbesondere die Reinigung der Toiletten begleiten uns schon seit vielen Jahren in Bonn.
Nachhaltige Änderungen wurden nur auf Initiativen von Schulpflegschaften erreicht, die über den Förderverein eine Reinigungskraft einstellten, die für eine Zwischenreinigung der Toiletten sorgt.

Aus Sicht der Stadtschulpflegschaft kann es aber nicht sein, das Eltern für die Reinigung und hygienisch gute Verhältnisse der Schultoiletten zuständig sind. Dies ist eine Pflichtaufgabe der Stadt Bonn.
Notwendig ist mindestens eine Zwischenreinigung während des Tages.
Das Städtische Gebäudemanagement (SGB) hat die Kosten für eine zusätzliche Zwischenreinigung berechnet und kam zu einem so hohen Betrag, dass dieser Weg zunächst ausgeschlossen wurde.

Welche Möglichkeiten gibt es?

Nun gibt es zwei Möglichkeiten:

Lösungsansatz des SGB für größere Systeme

Das SGB hat nun für die große Systeme eine kostenneutrale Lösung vorgeschlagen:

Jede dieser Schulen oder Zentren hat einen eigenen Reinigungsetat. Es soll Reinigungszeit ohne gravierenden Qualitätsverlust an einer Stelle eingespart werden. Diese eingesparte Reinigungszeit kann dann für eine zusätzliche Toilettenreinigung eingesetzt werden.

Einsparpotential ergibt sich rechnerisch aus der Reinigung der Flurbereiche ab dem 1. OG, da von einem geringeren Schmutzeintrag ausgegangen wird. Diese Flächen sollen anstatt 5-mal pro Woche nur noch 2,5-mal pro Woche (eine Woche 3-mal, die andere Woche 2-mal) gereinigt werden.

Basierend auf dieser Vorgabe hat das SGB die so eingesparte tägliche Reinigungszeit für einige Beispiele berechnet. Es sollte ein Wert von mindestens 2 Stunden tägliche Reinigungszeit für die Toiletten herauskommen. Diese „eingesparte“ Reinigungszeit soll zur zusätzlichen Toilettenreinigung verwendet werden.

Dieser Vorschlag kann nur in einer engen Zusammenarbeit mit den Hausmeistern und Schulleitungen funktionieren.  Die Hausmeister kennen die Situation vor Ort am besten und wissen, was möglich und machbar ist. Sie müssen auch bereit sein, sich auf diesen Vorschlag einzulassen.

Offene Fragen

Es stellen sich unter anderem folgende Fragen:
·  Wie wirken sich die Einsparungen auf die Reinigungsqualität der Flure aus?
·  Kann vielleicht an anderer Stelle besser eingespart werden?
·  Wie verändert sich der Zustand der Toiletten? Werden diese häufiger von Schüler*innen benutzt?
·  Verringert sich der Reinigungsaufwand der Toiletten insgesamt durch die zusätzliche Zwischenreinigung? (Weniger starke erschmutzung beschleunigt die Reinigung)
·  Ist es sinnvoll, für stark genutzte Toiletten eine zweimalige Zwischenreinigung durchzuführen (am Anfang und Ende der zusätzlichen Reinigungszeit)?
·  Müssen alle Toiletten täglich zwischen gereinigt werden oder reicht in einigen Fällen eine Kontrolle aus?
·  Kann diese Zeit auch für eine Reinigung von Schulräumen eingesetzt werden, wenn am Nachmittag/Abend eine   öffentliche Veranstaltung stattfindet?

Das SGB hat vorgeschlagen, dieses Modell und die entsprechenden Fragestellungen in Pilotprojekten zu testen.
Voraussetzung ist aber, dass der Gebäudereiniger, die Hausmeister und die Schulleitung   freiwillig an diesem Versuch mitmachen und die Eltern dies unterstützen. Es gibt keine vertragliche Verpflichtung, an diesem Pilotprojekt teilzunehmen.

Bis jetzt hat sich leider nur ein Gebäudereiniger bereit erklärt, an so einem Pilotprojekt teilzunehmen. Es ist die Reinigungsfirma des Schulzentrum Tannenbusch, an dem die Freiherr-vom-Stein Realschule und das Tannenbusch Gymnasium untergebracht sind. Dieses Pilotprojekt startet Anfang Mai.

Mehr Pilotprojekte sind notwendig
Der Lösungsansatz, Verschiebung des Schulreinigungsetats hin zur Toilettenreinigung, ist sicherlich nur auf größere Systeme übertragbar. Es wäre wünschenswert, wenn auch an anderen Schulen oder Zentren ein Pilotprojekt gestartet werden könnte. Je mehr Erfahrungen gesammelt werden, umso besser kann die Wirksamkeit und Machbarkeit beurteilt werden. Dazu bedarf es noch Verhandlungen des SGB’s mit den Beteiligten, insbesondere den Reinigungsfirmen.

Ausschreibung der Schulreinigung im Jahr 2017
Im Oktober 2017 schreibt das SGB die Reinigung von ca. 250 Objekten neu aus, darunter viele Schulen. Im Erfolgsfall kann schon bei der Ausschreibung dieses Konzept mit berücksichtigt werden, und es können in die Verträge entsprechende Klauseln aufgenommen werden. Damit können die Gebäudereinigungsfirmen zu dieser Form der Reinigung verpflichtet werden.
Da im August die Ausschreibungsunterlagen erstellt sein müssen, ist bis Ende Juni/Anfang Juli 2017 Zwischenbilanz zu ziehen

Fazit:

Der hier gefundene Lösungsansatz des SGB für größere Systeme ist ein pragmatischer Ansatz:
•  Zusätzliche finanzielle Mittel stehen in absehbarer Zeit nicht zur Verfügung.
•  Die Behandlung des Problems „Leistungskennzahlen“ (Reinigung von Fläche (m²) pro Stunde) wird außen vor gelassen.
•  Die Bezahlung der Reinigungskräfte wird nicht angesprochen.

Diese Diskussionen werden schon seit Jahren geführt, und eine Lösung ist auch in absehbarer Zeit nicht herbei zu führen.  Wir brauchen aber jetzt eine Lösung. Diese Lösung wird durch den pragmatischen Ansatz hoffentlich herbeigeführt.

Lösungen für die Grundschulen

Einsparpotential gibt es den Grundschulen nicht. Vielmehr brauchen viele Grundschulen schon jetzt zusätzliche Mittel für die tägliche Reinigung, insbesondere Schulen mit OGS Betrieb.
Für die Zwischenreinigung müssen also zusätzliche Mittel bereitgestellt werden, wenn das Problem der Toilettenreinigung wirkungsvoll angegangen werden soll.
Um die Kosten möglichst gering zu halten, sollten räumlich nahe beieinander gelegene Grundschulen als eine Gruppe betrachtet werden, die von einem Gebäudereiniger über die Mittagszeit nacheinander gereinigt werden.
Dieses Modell müsste für mehrere Grundschul-Gruppen durchgerechnet werden, um die Kosten zu ermitteln.
Wünschenswert wäre es, auch hier Pilotprojekte durchzuführen. Dazu müssten aber die Mittel zusätzlich bereitgestellt werden.
Die Stadtschulpflegschaft fordert, diese Mittel bereitzustellen,  damit auch für die Grundschulen und kleinere Haupt-, Real- und Gesamtschulen sowie Gymnasien Pilotprojekte gestartet werden können und eine praktikable Lösung gefunden werden kann.

Geschrieben von um am 04/05 um 03:19:29

 

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