Erfahrungsbericht eines Austauschschülers in den USA
Pressemeldung SPIEGEL-Online 09.05.2011
Maximilian Lüderwaldt
Wer war zuerst auf der Erde: Die Dinosaurier oder der Mensch? Wer meint, die Frage sei lächerlich, sollte einmal das Museum der Kreationisten in Kentucky besuchen. Austauschschüler Maximilian Lüderwaldt, 18, war dort und hörte sich die krude Logik der bibeltreuen Weltsicht an.
1983 war ein Auslandsjahr etwas anderes. Es ist das Gründungsjahr des Stipendiums, mit dem ich in die USA gereist bin. Ich habe mit Austauschschülern aus dieser Zeit gesprochen. Sie gingen damals jeden Tag zum Briefkasten und schauten, ob es Post aus der Heimat gab. In der Ferne saßen die Eltern im Wohnzimmer vor dem Telefon, um ein erstes Lebenszeichen von der anderen Seite der Weltmeere zu erhalten.
Heute führen Mail, Skype und Facebook dazu, dass wir Austauschschüler immer und überall erreichbar sind. Wer aus seinem Auslandsjahr zurückkommt, hat nur noch das zu erzählen, was nicht schon gepostet, gemailt, oder in die Webcam gehalten wurde. Die Empfehlung, sich einmal im Monat per Anruf bei den Eltern zu melden, um Heimweh zu vermeiden und sich auf die neue Umgebung zu konzentrieren, erscheint da wie ein Überbleibsel aus alten Zeiten.
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Geschrieben von Administrator am 09/05 um 10:39:33
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Geschrieben von .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen) am 24.05.11 um 19:55:52